Unsere vergangenen Hilfsprojekte und Unterstützung vor Ort
- In Workshops wurde die Bevölkerung der von Landraub bedrohten Gebiete über ihre Rechte aufgeklärt. Zusätzlich erhielten sie Unterstützung auf Verwaltungsebene.
- Alternative Einkommensquellen sorgten für die Verbesserung der Ernährungsgrundlage und den sozioökonomischen Status der Menschen ohne Landbesitz.
- Die Menschen in den betroffenen Gebieten wurden für den Naturschutz sensibilisiert. Ihnen wurden Alternativen zum illegalen Abholzen des Regenwaldes aufgezeigt.
Welthungerhilfe in Kambodscha
Die Welthungerhilfe war von 2003 bis 2025 mit Projekten in Kambodscha aktiv, nachdem sie zuletzt um 1980 nach dem Zusammenbruch des Pol Pot-Regimes kambodschanische Flüchtlinge in Thailand unterstützt hatte. 2024 wurden die Projekte mit 800.000 Euro gefördert. 2024 haben 43.000 Menschen in Kambodscha unmittelbar von unserer Arbeit profitiert. Die letzten Projekte wurden bis Ende 2025 abgeschlossen.
Ihre Spende für Kambodscha schützt Mensch und Natur im Katastrophenfall
- In Kambodscha leben über 600 geschützte Tierarten
- Das Land erhielt am 9. November 1953 seine Unabhängigkeit
- Die bedeutendste und im Land am weitesten verbreitete Religion ist der Buddhismus
- Nur 21 Prozent der Bevölkerung Kambodschas lebt in Städten
- 70 Prozent der Bevölkerung lebt von traditioneller Landwirtschaft
- Kambodscha ist eines der Länder, das weltweit am schlimmsten von Land Grabbing betroffen ist
Das Königreich Kambodscha liegt in Südostasien und ist etwa halb so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Das Heimatland von über 17,4 Millionen Menschen ist ein beliebtes Reiseziel. Das Land fasziniert mit der Tempelanlage der Welt, dem Royal Palace, dichter Natur und kultureller Vielfalt.
Hinter dieser Schönheit verbirgt sich eine stille Krise: Rund 30 Prozent der Landesfläche sind von dichtem Regenwald bedeckt. Doch seit über 30 Jahren schwindet der Regenwald zusehends. Mehr als 2,5 Millionen Hektar wurden bisher aus wirtschaftlichem Interesse abgeholzt. Sei es für den Verkauf von Tropenholz oder die Anlage riesiger „Cash Crop-Plantagen“, auf denen landwirtschaftliche Güter für den Export erzeugt werden. Obwohl der Holzeinschlag auf dem Papier seit den 1990er-Jahren verboten ist, wird weiterhin Land an internationale Investoren vergeben.
In vielen Fällen blockiert das Umweltministerium die Anerkennung – besonders, wenn das beanspruchte Land in Schutzgebieten liegt. Mit der Vernichtung schwindet die Lebensgrundlage tausender Menschen. Besonders betroffen sind indigene Gemeinschaften, deren Ernährung, Identität und Lebensweise direkt mit dem Wald verbunden sind. Der Lebensraum von Menschen und Tieren steht unter Druck.
Obwohl die Bevölkerung in Verhandlungen einbezogen werden müsste, wird oft über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden. Sie werden gezwungen, ihr Land zu verkaufen und aus ihrer Heimat vertrieben. Das sogenannte Land Grabbing bedeutet für sie, dass sie ihre Lebensgrundlage verlieren.
Die Welthungerhilfe engagierte sich in Kambodscha aktiv gegen den Landraub durch Investoren. Dazu gehörte, dass Menschen über ihre Rechte aufgeklärt und im Dialog mit politischen Akteuren unterstützt werden. Zusätzlich halfen wir den Menschen, die ihr Land verloren haben, mit landwirtschaftlichen Projekten und brachten ihnen das Thema Naturschutz nahe.
Wie eine Dorfgemeinschaft in Kambodscha Hunger, Armut und Landraub dank Ihrer Hilfe trotzen konnte
Im abgelegenen Dorf Ke Koung, tief im grünen Norden Kambodschas, zeigte ein Projekt der Welthungerhilfe gemeinsam mit der lokalen Organisation Non-Timber Forest Products, wie viel Hoffnung entstehen kann – wenn man den Menschen zuhört, ihre Stärken fördert und mit der Natur arbeitet, nicht gegen sie.
Die indigene Gemeinschaft der Prouv lebt seit Generationen im Einklang mit dem Wald. Doch illegale Abholzung und Landraub bedrohen ihre Lebensweise. Besonders für Kinder wie die 15-jährige Vien Lita war das Leben lange von Hunger und Hoffnungslosigkeit geprägt. Heute ist ihr Alltag ein anderer: energiereich, selbstbestimmt – und voller Ideen für die Zukunft.
Dank des Projekts wachsen in ihrer Schule nun nicht nur Papayas und Kürbisse, sondern auch neues Wissen, Gemeinschaft und echte Perspektiven.
Was das Projekt in Ke Koung erreicht hat:
- Schulgärten angelegt: Drei Schulen pflanzen gemeinsam Gemüse an – nachhaltig, ökologisch und selbst organisiert.
- Lebenspraktischer Unterricht eingeführt: Das neue Fach „Lebenskunde“ verbindet Wissen über Ernährung, Umweltschutz, Landrechte und Landwirtschaft.
- Ernährung verbessert: Kinder nehmen vitaminreiches Gemüse mit nach Hause und lernen, sich ausgewogen zu ernähren.
- Eltern einbezogen: In Kochkursen lernen Familien, wie man nährstoffreiche Mahlzeiten aus lokalen Zutaten zubereitet.
- Sozialer Zusammenhalt gestärkt: Gemeinsames Lernen, Gärtnern und Kochen verbindet Generationen und stärkt die Dorfgemeinschaft.
- Waldgarten geplant: Über 200 Obstbäume sollen gepflanzt werden – als Beitrag zum Klimaschutz und zur Ernährungssicherung.
- Bewegung gefördert: Neue Sportangebote wie Volleyball und Fußball fördern die Gesundheit und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen.
- Bewusstsein geweckt: Das Projekt vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch Stolz auf die eigene Herkunft und die Kraft gemeinsamer Veränderung.
Ihre Spende für unsere Katastrophenhilfe
Die Welthungerhilfe arbeitet nicht dauerhaft in Indonesien, sondern leistet im Katastrophenfall gemeinsam mit ihren Partnern vor Ort Nothilfe bei Bedarf.
Wenn Sie für unseren Nothilfefonds spenden, unterstützen Sie eine der wichtigsten Säulen unserer Katastrophenhilfe. Denn im Ernstfall zählt jeder Tag: Da der Fonds Mittel sammelt bevor - und nicht nachdem - der Notfall eintritt, können wir im Notfall sofort darauf zugreifen. Binnen Stunden können erste Nothilfemaßnahmen eingeleitet werden und z.B. Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Decken und beispielsweise Zelte verteilt werden.
Hilfe im Katastrophenfall durch Ihre Spende für Kambodscha
Für Kambodscha spenden und im Notfall unterstützen

Nothilfe: Der Klimawandel sorgt auch in Kambodscha für immer heftigere Extremwetterereignisse. Da die meisten Menschen hier von der Landwirtschaft leben, stellen schwere Überschwemmungen oder ausgedehnte Dürreperioden eine besonders große Gefahr für sie dar. Die Welthungerhilfe kann in Krisensituationen schnell reagieren und die Menschen in Kambodscha mit essenziellen Dingen wie Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgen.
