Das Wichtigste im Überblick
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Hilfe trifft besonders benachteiligte Gruppen: Schulungen und Aufklärungsarbeit stärken die Rechte und Perspektiven sozial ausgegrenzter Bevölkerungsgruppen.
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Soziale Ungleichheit: Das weiterhin tief verwurzelte Kastensystem benachteiligt große Teile der Bevölkerung und erschwert den Zugang zu Bildung, Einkommen und Rechten.
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Klimawandel als Risiko-Multiplikator: Dürren, Überschwemmungen und unberechenbare Erntezeiten verschärfen Hunger, Armut und Abwanderung – besonders in ländlichen Gebieten.
Welthungerhilfe in Nepal
Seit 1972 ist die Welthungerhilfe in Nepal aktiv. Aktuell führt sie 22 Projekte durch. 3,3 Millionen Euro hat die Welthungerhilfe 2024 in die Projektarbeit in Nepal investiert. So konnten 193.000 Menschen erreicht werden.
Unsere Hilfsprojekte und Unterstützung vor Ort
- Die Menschen werden in Landwirtschaft und Ernährung geschult, um die landwirtschaftliche Produktivität und die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln zu erhöhen
- Community Disaster Management Committees wurden eingerichtet und sorgen in den Gemeinden für ein öffentliches Katastrophenmanagement
- Durch WASH-Projekte wird die Wasserversorgung verbessert und die Bevölkerung über Trinkwasser und Hygiene informiert.
- Nachhaltige Aufklärungsarbeit über Rechte und Möglichkeiten der Mitbestimmung hilft dabei, sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen gleichzustellen
Spenden für Nepal - Hilfsprojekte für den Wiederaufbau
- Mit einer Fläche von 147.181 Quadratkilometern ist Nepal etwa doppelt so groß wie Bayern
- Nepal liegt höher als jedes andere Land (Knapp 50 Prozent des Landes liegt 3.000 Meter ü NN)
- Man findet in Nepal nicht nur den höchsten Berg, sondern auch das tiefste Tal der Erde
- Im Welthunger-Index 2025 fällt Nepal in die Hunger-Kategorie mäßig
- Nur 28 Prozent der Fläche des Landes ist landwirtschaftlich nutzbar
- Humanitäre Hilfe zu leisten wird durch die geografische Beschaffenheit des Landes erschwert
- Wie im Nachbarland Indien, ist auch in Nepal ein Kastensystem in der Gesellschaft verankert
Nepal liegt in Südostasien, direkt zwischen den großen Nachbarn China und Indien. Das kleine Land war bis 2008, als die Republik ausgerufen wurde, ein Königreich.
Schon früh verstand es Nepal, seine Unabhängigkeit durch diplomatisches Geschick gegenüber den Kolonialmächten zu behaupten, allen voran gegenüber dem Britischen Empire. Obwohl das Land nie formell kolonialisiert wurde, stellte es den Briten im Ersten und Zweiten Weltkrieg tausende Gurkhasoldaten zur Verfügung – ein Zugeständnis, das den eigenen Status als „unabhängiger Verbündeter“ festigte. Der Lohn der Soldaten und deren Pensionen bildeten über Jahrzehnte eine bedeutende Einnahmequelle für das Land. Trotz dieser militärischen Kooperation blieb die politische Anerkennung durch die Briten aus, was zur innenpolitischen Spannung zwischen den herrschenden Ranas und dem Königshaus beitrug. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg und unter Druck aus der Bevölkerung, gestützt von Kriegsveteranen, kam es zur langsamen Öffnung des politischen Systems.
Die Heimat des höchsten Berges der Erde, dem Mount Everest, ist ein beliebtes Reiseziel, vor allem für Bergsteiger*innen und Abenteuerlustige.
Die Realität neben den malerischen Kulissen von Gebirgen und Landschaften sieht für viele Menschen in Nepal jedoch ganz anders aus.
Naturkatastrophen und ihre Folgen
Immer wieder wird Nepal von schweren Naturkatastrophen getroffen, weil es an einer aktiven Plattengrenze liegt und ein gebirgiges Terrain mit starkem Monsunregen hat. Die Folgen des Klimawandels verstärken die Naturkatastrophen zusätzlich. Die letzten schweren Ereignisse im Überblick:
- Erdbeben 2023: In der Nacht vom 3. November traf ein starkes Beben den Nordwesten Nepals, besonders den Distrikt Jajarkot. Viele Menschen verloren ihr Zuhause, während Straßen und Zugangswege schwer beschädigt wurden. Die Welthungerhilfe und Partner von Alliance2015 leisten Soforthilfe mit Hilfsgütern wie Matratzen, Planen und Wasserfiltern. Die Region gehört zu den ärmsten Gebieten Nepals – Unterernährung war bereits vor dem Beben verbreitet und dürfte sich nun weiter verschärfen.
- Überschwemmungen 2017: Verwüsteten weite Teile des Landes und verschärften die humanitäre Lage zusätzlich.
- Erdbeben 2015: Rund 9.000 Todesopfer, wirtschaftlicher Schaden von etwa sieben Milliarden US-Dollar (ein Drittel des nepalesischen BIP).
Aktuelles Video aus Nepal
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Nothilfe: Bei den großen Nothilfeeinsätzen in den von Erdbeben und Überschwemmungen betroffenen Gebieten verteilte die Welthungerhilfe in den Jahren 2015 und 2017 Nahrungsmittel, regelte die medizinische sowie die Wasserversorgung und schuf Notunterkünfte. Zu diesen akuten Maßnahmen zählen nachhaltige Wiederaufbaumaßnahmen von Schulen, Wohn- und Krankenhäusern sowie die Wiederherstellung von zerstörten Straßen und Brücken.

Wasser & Hygiene: In Korak baut die Welthungerhilfe Toiletten und einen Wassertank für sauberes Trinkwasser. Zudem werden die Bewohner*innen über die Wichtigkeit der Wasserhygiene aufgeklärt.

Stärkung der Zivilgesellschaft: In der Region Salyan schult die Welthungerhilfe die Bewohner*innen mit Ernährungstrainings und betreibt Aufklärung, um den Ungerechtigkeiten des Kastensystems entgegenzuwirken sowie die Rechte der Menschen zu stärken.
Ziegenzucht als Türöffner zur finanziellen Unabhängigkeit
Deviram Sunar aus Westnepal musste früher seine Familie regelmäßig verlassen, um in Indien als Tagelöhner zu arbeiten. Heute lebt er von der Ziegenzucht – dank der Unterstützung durch die Welthungerhilfe.
In einem Green College der Welthungerhilfe nahm Deviram an einer Ziegenzuchtschulung teil. Dort lernte er alles über artgerechte Haltung, Stallbau, Fütterung, Gesundheitsvorsorge und Finanzierung. Mit einem Kredit konnte er das Gelernte direkt umsetzen – neue, geräumige Ställe, Futterproduktion aus eigenen Pflanzen, tiergerechte Haltung.
Inzwischen hat er rund 60 Ziegen verkauft, ein stabiles Einkommen aufgebaut und hilft auch anderen in seiner Region, sich ein eigenes Geschäft aufzubauen.
Seine Geschichte zeigt: Ihre Spende für Nepal wirkt. Danke!
Probleme & Herausforderungen in Nepal
Soziale Lage & Armut:
- Zwar ist die Armut in Nepal in den letzten Jahren zurückgegangen, dennoch bleibt sie eine große Herausforderung.
- Besonders betroffen sind sozial benachteiligte Gruppen – Einkommens- und Chancenungleichheiten bestehen weiterhin.
- Die Geburten- und Sterblichkeitsraten sind gesunken, die Lebenserwartung steigt – dennoch leben viele Menschen weiterhin unter schwierigen Bedingungen.
Ernährungssituation:
- Rund 7,6 Millionen Menschen in Nepal sind aktuell von Unterernährung betroffen (Stand 2023), im Vergleich zu 4,2 Millionen im April desselben Jahres.
- Vor allem in Gebirgsregionen ist der Zugang zu Lebensmitteln eingeschränkt.
- Hohe Preise und niedrige Einkommen erschweren den Zugang zu ausgewogener Ernährung.
- Mangel an Mikronährstoffen betrifft besonders Kinder und stellt ein Gesundheitsrisiko dar.
Hygiene und Gesundheit:
- Unsauberes Trinkwasser und mangelhafte sanitäre Einrichtungen gefährden die Gesundheit großer Teile der Bevölkerung.
- Die Situation wurde durch Naturkatastrophen zusätzlich verschärft – neben dem Erdbeben 2015 besonders durch die Überschwemmungen im Jahr 2017, die weite Landesteile verwüsteten.
