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07.09.2016 | Blog

Kompass 2030: Niemanden zurücklassen

Mit der Agenda 2030 und den Sustainable Development Goals (SDG) hat sich die Weltgemeinschaft neue Ziele gesetzt. Eine kritische Analyse der deutschen Entwicklungspolitik.

Richard Haep Team Politik und Außenbeziehungen (bis 2017)

Seit es Entwicklungspolitik gibt, gibt es auch Kritik an ihr. Auch die Welthungerhilfe gehört zu den kritischen Begleitern der staatlichen Entwicklungspolitik und überprüft alljährlich Anspruch und Wirklichkeit. Dieses Jahr wird der Bericht Die Wirklichkeit der Entwicklungspolitik, den die Welthungerhilfe gemeinsam mit terre des hommes veröffentlicht, in einem neuen, zeitgemäßen Format vorgestellt.

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Ein Kompass für den Fahrplan

Mit der Agenda 2030 und den Sustainable Development Goals (SDG) hat sich die Weltgemeinschaft neue Ziele gesetzt. Sie gehen weit über die zuvor geltenden Millenniums-Entwicklungsziele hinaus – weil sie erwarten, dass sich auch die Industrieländer einer Nachhaltigkeitsprüfung unterziehen und sich Ziele setzen. Denn gerade sie sind weit davon entfernt, nachhaltig zu wirtschaften. So auch Deutschland.

Weil wir den Fahrplan der Entwicklungspolitik der Bundesregierung stärker mitbestimmen wollen, assistieren wir künftig mit einem eigenen Kompass. In diesem Jahr weist der Kompass auf das Leitprinzip der Agenda 2030: Niemanden zurücklassen! Daraus leiten wir fünf Politikfelder ab, in denen vorrangig gehandelt werden muss, um die SDG fristgerecht zu erreichen.

Forderungen für eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit

„Niemanden zurücklassen“ heißt: die Benachteiligten mitnehmen, die an Entwicklung nicht teilhaben, und an den Ursachen der Exklusion ansetzen. Deshalb fordern wir für eine wirksamere Entwicklungszusammenarbeit:

  1. Entwicklungszusammenarbeit, Nothilfe und Krisenbewältigung müssen besser und flexibler verzahnt werden.
  2. Hunger und Mangelernährung zu überwinden, das bisherige Tempo verdreifachen
  3. Mehr Mittel und Ressourcen für Entwicklung zur Verfügung zu stellen
  4. Deutschland hat einen Nachhaltigkeits-TÜV, der systematisch prüft, wo Agrar-, Entwicklungs-, Handels- und Steuerpolitik zuwiderlaufen.
  5. Mehr Gestaltung statt Verwaltung, z.B. bei der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen
  6. Deutschland macht sich europaweit und global für eine neue Friedens- und Sicherheitsarchitektur stark.
  7. Die Bundesregierung legt im Parlament jährlich Rechenschaft ab, wie es um die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Deutschlands steht.

Nur eine Politik, die nachweislich und nachhaltig Armut, Ausgrenzung und Ungleichheit abschafft, wird der Agenda 2030 gerecht. Die Herausforderungen der Nachhaltigkeitsziele erfordern Mut zum Umdenken, in allen Ressorts. 

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Letzte Aktualisierung 05.02.2018

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