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Syrische Flüchtlinge auf einem Gurkenfeld in Mardin, Türkei.
Syrien/Türkei

Trozi und Ette machen gute Laune

Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Ernährung
Kerstin Bandsom Team Communications

Es ist vier Uhr morgens und noch dunkel. Aber die Männer und Frauen, die sich am Eingang eines Flüchtlingscamps in der Provinz Mardin im Südosten der Türkei versammeln, sind gut gelaunt. Sie sind auf dem Weg aufs Feld: zur Gurkenernte. Im Rahmen eines vom BMZ geförderten Projekts mietete die Welthungerhilfe landwirtschaftliche Nutzflächen für syrische Flüchtlinge. Jede der 53 teilnehmenden Familien kann 5.000 Quadratmeter nutzen. 

Gut fürs Einkommen und für die Psyche

Mit Unterstützung von landwirtschaftlichen Experten pflanzen und ernten die Familien eine besondere Gurkenart, die auf Türkisch „Trozi“ und auf Arabisch „Ette“ heißt und aussieht wie eine blasse Version einer normalen Gurke. In der Provinz Mardin ist das grüne Gemüse für umgerechnet 0,26 bis 0,50 Euro zu haben. So kommen an einem durchschnittlichen Tag zwischen 70 und 100 Türkische Lira (12 bis 18 Euro) zusammen. Die Geflüchteten haben dadurch die Chance, sich selbst den Lebensunterhalt zu verdienen. Auch wenn das Einkommen nicht immer ausreicht, wie Ahmad Taleb beklagt: „Manche werden vielleicht auch nach Ende des Projektes nicht genug Geld haben, um in Eigeninitiative weiter in der Landwirtschaft zu arbeiten. Es gibt hier in dieser Gegend einfach nicht genug Arbeit.“

Geerntete Gurken auf einem Feld in Mardin, Türkei.
Geerntete Gurken auf einem Feld in Mardin, Türkei. © Stephanie Binder/Welthungerhilfe

Ahmad, 64, ist aus Hama geflohen, seine Tochter ist im Krieg gestorben. Als sein Haus zerstört wurde, ist er in die Türkei geflohen. In dem Projekt der Welthungerhilfe hat er eine neue Aufgabe gefunden. Als mukther, freiwilliger Flüchtlingsrepräsentant, erklärt er Neuankömmlingen im Camp, wie sie an dem Projekt teilnehmen und sich registrieren können. Für Ahmad ist das Gurkenprojekt auch gut für die Stimmung, die Arbeit auf den Feldern bietet eine Pause vom monotonen Leben im Flüchtlingscamp.

Geflüchtete über das Projekt

Der Krieg in Syrien dauert schon seit dem Jahr 2011 an. Mehrere Millionen Menschen mussten fliehen und sind auf Hilfe angewiesen. Die Welthungerhilfe und ihre Partner leisten Nothilfe und versuchen, Perspektiven zu schaffen.

So hilft die Welthungerhilfe in der Türkei

(Projekt: SYR 1052)

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