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Hunderte von Millionen Tiere, Schwärme so groß wie das Saarland: Ostafrika und Südasien werden bereits seit Monaten von einer der schlimmsten Heuschreckenplagen seit 25 Jahren heimgesucht. Die Insekten fressen in nur wenigen Minuten ganze Felder und Weideflächen kahl – mit dramatischen Folgen für die Bevölkerung auf dem Land: Viehhirt*innen finden kaum noch Futter für ihre Tiere, Kleinbäuer*innen verlieren ihre Ernten. Mittlerweile konnten die Heuschreckenschwärme teilweise eingedämmt werden. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt – und die Auswirkungen auf die Bevölkerung sind katastrophal.

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Planen statt Pestizide gegen die Plage
Planen statt Pestizide gegen die Plage

25 Millionen Menschen gefährdet

Heuschreckenschwärme, die Ernten und Weideland bedrohen, sind für viele Länder des Globalen Südens nichts Neues. Eine Plage dieses Ausmaßes hat es jedoch seit 25 Jahren nicht mehr gegeben. Begünstigt wurde sie durch Extremwetterlagen als Folge des Klimawandels in Asien und Ostafrika. 760.000 Hektar Land sind in beiden Kontinenten von der Plage betroffen. Insbesondere in Teilen Ostafrikas sind die Auswirkungen dramatisch. Laut den Vereinten Nationen leben in den von den Heuschrecken betroffenen Gebieten über 10 Millionen Menschen, die bereits vorher schon von Hunger bedroht waren. Da sich die Plage bis in den Südsudan und Uganda ausgeweitet hat, sind sogar mehr als 25 Millionen in Gefahr. Weil viele Ernten zerstört wurden, rechnet die UNO in den betroffenen Ländern weiterhin mit einer dramatischen Verschlimmerung der Hungersituation.

Bild von Matthias Späth.

Die schweren Regenfälle und Überschwemmungen haben die Verfügbarkeit von Grundnahrungsmitteln ohnehin schon sehr beeinträchtigt. Die Lebensmittelpreise steigen und jetzt kommen noch die Heuschrecken dazu. Es ist eine Katastrophe!

Matthias Späth Welthungerhilfe-Länderdirektor in Äthiopien

Zwischen Februar und Juli wurden allein in Kenia ca. 5.000 km2 Weide- und Ackerland von Heuschrecken heimgesucht. Vor allem die Region rund um den Turkana-See war stark von der Plage betroffen. Für die Bevölkerung ist dies besonders dramatisch, denn rund 290.000 der dort lebenden Menschen litten schon vor der Plage an Hunger und Mangelernährung.

Glücklicherweise haben die Maßnahmen der Regierungen und der Hilfsorganisationen Wirkung gezeigt: Eine große Zahl der Heuschreckenschwärme konnte kontrolliert und die Bedrohung durch neue Schwärme eingedämmt werden. Doch die Krise ist noch nicht vorbei: Ein Teil der Schwärme ist nordwärts in Richtung Äthiopien und Sudan gezogen und muss dringend beobachtet werden. Zusätzlich gilt es jetzt, die Schäden und Nahrungsmittelengpässe, die die Heuschrecken in Ostafrika verursacht haben, schnellstmöglich zu überbrücken.

Aktuell gibt es Brutstellen in Äthiopien, Jemen, Sudan und Somalia. In diesen Gegenden steht die Regensaison bevor, was zu günstigen Voraussetzungen für eine Vermehrung der Heuschrecken führt. Im schlimmsten Fall könnte dies dazu führen, dass in ein paar Monaten die nächste Generation Heuschrecken eine Spur der Verwüstung hinterlässt.

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Das unternimmt die Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe ist in den betroffenen Ländern aktiv und unterstützt die Menschen, die besonders hart von der Heuschreckenplage getroffen wurden. Sowohl die Sicherung der Ernährung als auch Unterstützung für den Erhalt der Viehbestände sind oberste Priorität der Aktivitäten vor Ort.

Unterstützen Sie die Menschen vor Ort mit einer Spende. Helfen Sie jetzt, die Folgen der Heuschreckenplage zu bekämpfen, um das Schlimmste zu verhindern!

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Das macht die Welthungerhilfe vor Ort:

Somaliland

Äthiopien

In der Region Oromia und Afar laufen Nothilfemaßnahmen für rund 406.000 Personen, die von Heuschrecken geschädigt wurden:

Kenia

Jetzt helfen und spenden

70€

… reichen aus, um zehn Ziegen einen Monat lang mit Trockenfutter versorgen zu können.

Eine Mutter mit drei Kindern115€

… können eine fünfköpfige Familie einen Monat lang mit Nahrungsmitteln unterstützen.

Männer graben ein Loch in den sandigen Boden, im Hintergrund ist ein grüner Fangzaun zu sehen170€

… kostet ein Kit mit Fangzaun und Werkzeugen, mit dem ein Dorf die Heuschrecken bekämpfen kann.

200€

… können eine Familie mit ausreichend Saatgut für die nächste Saison versorgen.

FAQ zur Heuschreckenplage in Ostafrika und Südasien

Welche Länder sind von der Heuschreckenplage betroffen?

Neben Äthiopien, Somalia, Kenia, Eritrea, Dschibuti und dem Sudan ist auch Pakistan von der Insektenplage betroffen. Aber auch Uganda und der Südsudan sind in Gefahr. Alle Länder haben etwas gemeinsam: Sie sind seit Jahren bereits von klimawandelbedingten Extremwetterphänomenen wie Dürren und teilweise auch Überschwemmungen betroffen. Meist befindet sich die Landbevölkerung dadurch ohnehin bereits in einer kritischen Ernährungssituation. Die Heuschreckenschwärme verschärfen die bedrohliche Lage zusätzlich.

Wo kommen die Heuschrecken her?

Die aktuelle Heuschreckenplage hat ihren Ursprung im Oman und im Jemen, wo bereits im Oktober 2018 die Regenfälle des Zyklons Luban für üppige Vegetation und somit rasche Vermehrung der Tiere gesorgt hatte. Die Plage war also absehbar – doch Regierungen und Behörden zahlreicher Länder haben viel zu spät darauf reagiert. Hinzu kommt, dass einige Brutgebiete in Ländern liegen, in denen bewaffnete Konflikte eine Bekämpfung erschweren. Nun müssen Regierungen mit Unterstützung einheimischer und internationaler Landwirtschaftsexperten schnellstmöglich versuchen, die weitere Ausbreitung der Schädlinge einzudämmen.

Wie werden die Heuschrecken derzeit bekämpft?

Kenia versucht, die Plage durch Pestizide aus der Luft in den Griff zu bekommen. Der Griff zur Chemie ist allerdings gefährlich. Nicht nur die Heuschrecken, sondern auch Nützlinge werden getötet. Die beste Möglichkeit wären Vorsorgemaßnahmen: also die Gebiete ausfindig zu machen, in denen die Heuschrecken vor der Schwarmbildung noch als Einzelgänger unterwegs sind. Die regelmäßige Beobachtung möglicher Brutgebieten ist dabei zentral. Außerdem können dann biologische Schädlingsbekämpfungsmittel statt der Chemiekeulen zum Einsatz kommen, die für Menschen, Tiere und Pflanzen weniger schädlich sind.

Können die Heuschrecken als Nahrung gegen den Hunger dienen?

Heuschrecken sind reich an Eiweiß und werden auch in vielen Ländern gegessen. Dennoch lässt sich bei Heuschreckenplagen das Einfangen und Verwerten nicht so einfach umsetzen, da die riesigen Schwärme über Regionen im wahrsten Sinne des Wortes herfallen. So ist in Kenia ein Heuschrecken-Schwarm unterwegs, der fast so groß ist, wie das Saarland – 2400 Quadratkilometer. Die Massen an Tieren lassen sich gar nicht so schnell einfangen, wie sie zerstören. Außerdem können Heuschrecken allein den Ernährungsplan der Menschen nicht decken. Und bei der Bekämpfung gibt es noch ein weiteres Dilemma: Das Vernichten der Tiere geht einher mit der Belastung der Landwirtschaft durch Gift. Vergiftete Tiere sollten aus gesundheitlichen Gründen nicht von Menschen verspeist werden.

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