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Jahresbericht

Die Welthungerhilfe unter der Lupe: Im Jahresbericht legen wir Rechenschaft ab. Der Bericht erläutert, wie die Arbeit der Welthungerhilfe finanziert wird und wo und wie Spendengelder eingesetzt werden.

Evelyn Langhans Team Brand & Content

Eine Welt ohne Hunger ist möglich! Und doch hungert derzeit noch jeder elfte Mensch weltweit. Klimakrise, Kriege, Ungleichheit und Mittelkürzungen setzen ein Fragezeichen hinter bisherige Erfolge in der Entwicklungszusammenarbeit.

Unser Ziel „Zero Hunger“ bleibt erreichbar – wenn es priorisiert, politisch gewollt und ausreichend finanziert wird. Denn ein Leben ohne Hunger ist ein Menschenrecht. Für die Umsetzung dieses Rechts setzen wir uns seit mehr als sechs Jahrzehnten mit viel Herz, Kraft und Expertise ein.

Unser Jahresbericht legt offen, wie die Arbeit der Welthungerhilfe finanziert wird und wo und wie Spendengelder eingesetzt werden.

Im Jahr 2024 führten Krisen, Kriege und Katastrophen an vielen Orten der Welt zu mehr Hunger. Immer mehr Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – gleichzeitig wird es immer schwieriger, diese sicher und zuverlässig zu leisten. Im Gaza-Streifen, im Sudan, in Myanmar und an vielen weiteren Orten unterstützen wir Menschen, die dort unter schwierigsten Verhältnissen leben.

Humanitäre Hilfe war 2024 in vielen Ländern und Gebieten ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Gleichzeitig setzen wir gezielt auf langfristige Projekte mit einem Fokus auf innovativen Strategien und wirkungsorientierten Ansätzen. Dabei arbeiten wir lokal verankert, inklusiv, vorausschauend und ressourceneffizient.

Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe

Wir stehen vor großen globalen Herausforderungen. Wir beobachten eine Zunahme globaler Krisen, fragiler Staaten und bewaffneter Konflikte und gleichzeitig den Verlust von demokratischen Werten. Auch wird Entwicklungsarbeit stärker hinterfragt. Auf diese Veränderungen haben wir mit einer neuen Strategie reagiert. Die Stärkung lokaler Gemeinschaften, innovative Ansätze und eine bessere Vernetzung mit internationalen Partnern sind wichtige Teile davon.

Marlehn Thieme Präsidentin der Welthungerhilfe

Angemessene Nahrung ist ein Menschenrecht. 2024 markierte den 20. Jahrestag der Freiwilligen Leitlinien für das Recht auf Nahrung, auf die die Staatengemeinschaft sich 2004 geeinigt hat, um dieses Recht für alle zu verwirklichen. Heute wie damals gilt: Wir können den Hunger überwinden, wenn der politische Wille vorhanden ist, Sicherheit zu schaffen, Freiräume für effektives Handeln zu eröffnen und Ressourcen bereitzustellen.

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2024 – Ein Jahr in Schlaglichtern

Trotz aller globalen Herausforderungen konnten wir im Jahr 2024 gemeinsam mit unseren Partnern und den lokalen Gemeinschaften neue Wege zur Beseitigung von Hunger gehen. Im Zentrum unserer Arbeit steht die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und relevanten Akteur*innen – mit dem Ziel, Ernährungssysteme dauerhaft widerstandsfähig und zukunftsfähig zu gestalten. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass alle Menschen jederzeit Zugang zu sicherer und gesunder Nahrung haben – auch unter den Bedingungen von Klimawandel und Konflikten. Unser inklusiver Ansatz, bei dem lokale Gemeinschaften aktiv an Planung und Durchführung beteiligt sind, zeigt nachhaltig Wirkung. Diese vielfältigen Erfahrungen – insbesondere die Perspektiven unserer Partner*innen im Globalen Süden – werden wir in Zukunft noch stärker in die internationalen Diskussionen zur Hungerbeseitigung einbringen.

Mathias Mogge, Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe

Ob in Syrien, Sudan oder Madagaskar – überall treffe ich Menschen, die auch unter widrigsten Umständen Chancen nutzen, um positive Veränderungen möglich zu machen. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit beeindrucken mich immer wieder und spornen mich an. Unsere Aufgabe ist es, sie dabei zu unterstützen und zu begleiten.

Mathias Mogge Generalsekretär der Welthungerhilfe

Ein wichtiger Ansatz unserer Arbeit ist die Förderung von Klimaresilienz in enger Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften. Hier verbinden wir Ernährungssicherheit mit Umwelt- und Klimaschutz, indem wir standortgerechte Lösungen entwickeln. Ziel dabei ist: In besonders stark vom Klimawandel betroffenen Regionen unterstützen wir Menschen dabei, ihre Nahrungsmittelproduktion an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Dazu fördern wir ressourceneffiziente und nachhaltige Techniken in der Landwirtschaft, die auf lokalem Wissen beruhen und die Bodengesundheit bewahren oder verbessern. Pflanzenarten, die gegenüber Auswirkungen des Klimawandels toleranter sind, gewährleisten stabilere Ernten. Der Einsatz erneuerbarer Energien hilft, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

Portrait von Niamoye Guindo aus Mali, Protagonistin der Titelstory des Welthungerhilfe-Jahresberichts
Gemüsebäuerin Niamoye Guindo und die Menschen in ihrem Dorf engagieren sich für eine bessere Zukunft. In Mali, einem der ärmsten Länder der Welt, bedroht der Klimawandel die Ernährungssicherheit. Ein Projekt der Welthungerhilfe unterstützt sie dabei, Lösungen zu entwickeln, um ihre Landwirtschaft an die Herausforderungen anzupassen. © Makavelk/Welthungerhilfe

Damit dies alles möglich ist, kooperieren wir eng mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und mit Partnern aus Regierungen, Wissenschaft und dem Privatsektor. Unter anderem arbeiten wir mit Forschungseinrichtungen in 14 Ländern zusammen. Die Forschungsarbeit ist eng mit der Arbeit in den Projekten verzahnt und hilft Menschen in den Regionen unmittelbar, ihr Leben besser zu gestalten.

Im Hinblick auf die anhaltenden globalen Herausforderungen geht unser besonderer Dank an unsere Unterstützer*innen, denn die Solidarität mit den Menschen in Not hat nicht nachgelassen. Insgesamt kamen im Jahr 2024 86,5 Millionen Euro Spenden und 291,9 Millionen Euro institutionelle Zuschüsse für die Arbeit der Welthungerhilfe zusammen.

Unterstützung für 18,7 Millionen Menschen

Im Jahr 2024 hat die Welthungerhilfe in 37 Ländern und Gebieten mit 649 Auslandsprojekten rund 18,7 Millionen Menschen unterstützt. Viele Menschen ernten und erwirtschaften nun mehr, sie können sich besser ernähren, verfügen über sauberes Trinkwasser und sind deshalb weniger krank. Für Kinder bedeutet diese Unterstützung die Chance auf eine bessere körperliche und geistige Entwicklung – und damit auf eine selbstbestimmte Zukunft.

Infografik: Landkarte mit Anzahl der Welthungerhilfe-Projekte pro Kontinent
Weltweit aktiv für #ZeroHunger © Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe hat 2024 insgesamt 381,4 Millionen Euro ausgegeben, 346,5 Millionen Euro davon gingen direkt in die Projektförderung im Ausland. Der Rest ist in Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit, Projektbegleitung im Ausland, Verwaltung sowie in Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit geflossen. 

Zahlen und Fakten rund um die Welthungerhilfe 2024

Was passiert mit Ihrer Spende? 90,9 Prozent fließen in die Projektarbeit. © Welthungerhilfe
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Die Förderschwerpunkte der Welthungerhilfe im Jahr 2024, aufgegliedert nach Sektoren. © Welthungerhilfe
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Hier leistet die Welthungerhilfe die meiste Hilfe. © Welthungerhilfe
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2024 hat die Welthungerhilfe 381,4 Millionen Euro ausgegeben. Davon sind 346,8 Millionen Euro in die Förderung von Projekten im Ausland geflossen. 9,5 Millionen Euro entfielen zusätzlich auf die Projektbegleitung im Ausland. © Welthungerhilfe
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Die Einnahmen der Welthungerhilfe im Jahr 2024. © Welthungerhilfe
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Institutionelle Zuschüsse für die Welthungerhilfe im Jahr 2024 © Welthungerhilfe
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Die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG hat dem Jahresabschluss und dem Lagebericht des Deutsche Welthungerhilfe e.V. einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. 

Unterstützen Sie unsere Arbeit nachhaltig

Fragen und Antworten zum Jahresbericht der Welthungerhilfe

In wie vielen Projekten war die Welthungerhilfe 2024 aktiv?

Im Jahr 2024 liefen 661 Projekte in 37 Ländern und Gebieten. Davon 12 Inlands- und 649 Auslandprojekte. Weitere Informationen finden Sie auf Seite 40 des Jahresberichts

Wie setzen sich die Aufwendungen für Projekte zusammen?

90,9 % aller Einnahmen aus Spenden und Zuschüssen fließen direkt in die Projektförderung im Ausland. 3,5 % werden für Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit genutzt, 2,5 % fließen in die Projektbegleitung im Ausland, 2,3 % in die Verwaltung. 0,8 % werden für Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit eingesetzt. Ihre Spenden sind die Voraussetzung dafür, dass wir weitere Gelder bei öffentlichen Gebern beantragen können, beispielsweise beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Auswärtigen Amt (AA), der Europäischen Union (EU) oder den Vereinten Nationen. In der Regel vervierfacht sich so jede Spende – aus 100 Euro Spenden werden bis zu 400 Euro Projektmittel

Was ist die Strategie der Welthungerhilfe?

Wir leben in einer Welt ständiger Veränderung, heute mehr denn je. Unsere Gegenwart ist geprägt von vielfältigen Krisen und globalen Herausforderungen, für die wir zukunftsfähige Antworten brauchen. Grund genug für uns, unser Handeln stets zu überdenken, anzupassen und neu auszurichten, um den Anforderungen einer Welt im Wandel gerecht zu werden. Eine Welt ohne Hunger auf einem gesunden Planeten – das ist unser klares Ziel. Und so heißt auch unsere Strategie 2025-2030 (in Englisch): „Zero Hunger on a Healthy Planet“. Sie ist unser Kompass für die nächsten sechs Jahre, um weiterhin wirkungsvoll und relevant zur Beendigung von Hunger und Armut beitragen zu können und unseren Planeten zu schützen.

Wie macht die Welthungerhilfe ihre Arbeit transparent?

Erklärtes Ziel der Welthungerhilfe ist es, ihre Arbeit transparent zu machen und Spenden sparsam und zielgerichtet einzusetzen. Externe Gutachten wie die des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bestätigen der Welthungerhilfe durch die Verleihung des Spendensiegels, dass sie dieses Ziel erfolgreich umsetzt.

Auch darüber hinaus legt die Welthungerhilfe größten Wert auf Wirtschaftlichkeit und Transparenz. So zeigt der Jahresbericht detailliert, wofür sämtliche Spendengelder eingesetzt werden und vermittelt einen direkten Einblick in die Arbeit der Welthungerhilfe. Im Rahmen der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ legt die Welthungerhilfe weitere Informationen offen, wie bspw. die vollständige Satzung, die Namen und Funktionen wesentlicher Entscheidungsträger, Personalstruktur und vieles mehr. 

Welche Informationen finden sich im Lagebericht der Welthungerhilfe?

Als Hilfsorganisation sind private Spenden und Zuwendungen für die Welthungerhilfe die unverzichtbare Grundlage, um ihren satzungsgemäßen Auftrag - die Bekämpfung von Hunger und Armut – umsetzen zu können. 

Zur Sicherung einer wirtschaftlich nachhaltigen Entwicklung haben Präsidium und Vorstand der Welthungerhilfe Kenngrößen vereinbart, die auch unterjährig eine zielgerichtete operative Steuerung durch den Vorstand ermöglichen. 

Im Lagebericht sind nähere Informationen über die Rahmenbedingungen, den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Entwicklung der Deutschen Welthungerhilfe e.V. festgehalten. Lagebericht hier runterladen.

Der Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zum Jahresbericht und Lagebericht der Welthungerhilfe 2024 findet sich hier.

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