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Jahresbericht

Die Welthungerhilfe unter der Lupe: Im Jahresbericht legen wir Rechenschaft ab. Der Bericht erläutert, wie die Arbeit der Welthungerhilfe finanziert wird und wo und wie Spendengelder eingesetzt werden.

Evelyn Langhans Team Brand & Content

Eine Welt ohne Hunger ist möglich! Doch wir leben in einer Zeit weltpolitischer Umbrüche: Klimawandel, kriegerische Konflikte, geopolitische Spannungen und Preissteigerungen gefährden die Ernährung von Millionen Menschen. Gleichzeitig sind öffentliche Mittel knapper geworden. Internationale Zusammenarbeit wird zunehmend in Frage gestellt.

Mehr denn je gilt es, Verantwortung zu übernehmen. Die Welthungerhilfe steht zu ihren Werten und unterstützt Menschen dabei, ihre Zukunft selbst zu gestalten – eine Zukunft, in der das Recht auf Nahrung eingelöst ist. Das Recht auf Nahrung ist ein grundlegendes Menschenrecht. Es bedeutet, dass jeder Mensch dauerhaft und jederzeit Zugang zu ausreichender, angemessener und gesunder Nahrung haben muss – und dass Staaten verpflichtet sind, dafür die nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Unser Jahresbericht legt offen, wie die Arbeit der Welthungerhilfe finanziert wird und wo und wie Spendengelder eingesetzt werden.

Für Millionen Menschen in unseren Projekten sind wir ein verlässlicher Begleiter. Wir unterstützen sie mit Wissen und den Mitteln, die sie benötigen, um ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können.

Menschen sollen die Möglichkeit haben, unabhängig von fremder Hilfe zu leben und sich eine eigenständige Existenz aufzubauen – so fördern wir z.B. auch Ausbildungen und Anschubfinanzierungen für Kleinunternehmer*innen. Gerade unter schwierigen Bedingungen ist es entscheidend, Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten so zu stärken, dass Menschen den Herausforderungen von morgen selbstbestimmt und flexibel begegnen können.

Gemeinsam mit den Menschen und Partnern vor Ort entwickeln wir Lösungen für klimaangepasste Landwirtschaft, Bodenschutz, nachhaltiges Wassermanagement, erneuerbare Energien und vorausschauende Katastrophenvorsorge. Unser ganzheitlicher Ansatz setzt an vielen Stellen des Ernährungssystems an und umfasst auch Bildung und Gesundheitsfürsorge. Wir setzen auf langfristige Projekte mit einem Fokus auf innovative Strategien und wirkungsorientierte Ansätze. Dabei arbeiten wir lokal verankert, inklusiv, vorausschauend und ressourceneffizient.

Auch humanitäre Hilfe ist weiterhin ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Dabei ist es schwieriger geworden, diese sicher und zuverlässig zu leisten. Die politische und finanzielle Unterstützung für die Überwindung des Hungers ist gesunken, während Wetterextreme, Wirtschaftskrisen und Konflikte zugenommen haben. In kriegerischen Auseinandersetzungen gerieten Helfer*innen in den letzten Jahren immer häufiger selbst in Gefahr. Dennoch unterstützen wir im Sudan, im Gazastreifen, in Myanmar, in Somalia und an vielen weiteren Orten Menschen in schwierigster Lage mit dem Lebensnotwendigen.

Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe

Für die Menschen ist gerade in diesen Zeiten internationale Solidarität und Verlässlichkeit für die Ärmsten wichtiger denn je. Für die Welthungerhilfe bedeutet das, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Wir stehen gerade jetzt für die humanitären Prinzipien, für Menschenrechte und Demokratie.

Marlehn Thieme Präsidentin der Welthungerhilfe

Hoffnung machen derzeit Entwicklungen in Afrika. Die Afrikanische Union will ein nachhaltiges und resilientes Ernährungssystem in den Ländern des Kontinents fördern. Die Erfahrungen aus unseren Projekten zeigen uns, wie viel Engagement und Tatkraft viele Menschen aufbringen, um ihre Lebensumstände zu verbessern.

Setzen Sie ein Zeichen mit einer Spende

2025 – Ein Jahr in Schlaglichtern

Auch 2025 stand im Zentrum unserer Arbeit die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und relevanten Akteur*innen. Unser Ziel ist, Ernährungssysteme dauerhaft widerstandsfähig und zukunftsfähig zu gestalten, damit alle Menschen jederzeit Zugang zu sicherer und gesunder Nahrung haben – auch unter den Bedingungen von Klimawandel und Konflikten. Unser inklusiver Ansatz, bei dem lokale Gemeinschaften aktiv an Planung und Durchführung beteiligt sind, hat sich bewährt.

Wer Perspektiven für eine Gesellschaft schaffen will, muss Perspektiven für die Einzelnen schaffen, denn es ist die Tatkraft der Menschen selbst, die den Wandel zum Besseren bewirkt. Deshalb setzen wir bei unseren Projekten stark auf (Aus-)Bildung und die Förderung wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Wir begleiten Menschen beim Start in die Selbständigkeit und fördern Innovationen. So unterstützen wir beispielsweise mit dem Sozialunternehmen SHONA in Uganda Frauen dabei, ihre Unternehmen weiterzuentwickeln. In Kenia verbreiten wir mit dem Sozialunternehmen Toothpick eine patentierte Lösung zur Bekämpfung von Striga, einer der zerstörerischsten Schädlingspflanzen Afrikas.

Anjella Anena, Gründerin und Geschäftsführerin von Della Wills Enterprises Limited in Norduganda, ist Teilnehmerin des HERIZON-Programms der Welthungerhilfe und ihres Partners SHONA. Das Unternehmen verkauft Honig, Erdnussbutter, Getreidebrei und Hirsemehl. © SHONA

Die Arbeit der Welthungerhilfe beschränkt sich aber nicht nur auf die Projektentwicklung vor Ort. Wir wollen zur Herausbildung politischer Rahmenbedingungen beitragen, unter denen Hunger dauerhaft überwunden werden kann. Denn Hunger entsteht durch Entscheidungen – über Landrechte, Handel, Finanzierung und darüber, wessen Stimmen gehört werden. Wir beziehen daher Position und bringen unser Wissen ein, wenn Entscheidungen anstehen, von denen die Zukunft benachteiligter Menschen abhängt.

Mathias Mogge, Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe

Hunger zu besiegen ist auch eine politische Herausforderung. Politische Entscheidungen haben direkten Einfluss auf die Ernährungssituation und Lebensbedingungen von Millionen Menschen. Deshalb bringt die Welthungerhilfe ihre langjährige Kompetenz verstärkt in internationale Diskussionen ein – bei Regierungen, in multilateralen Institutionen und auf globalen Konferenzen.

Mathias Mogge Generalsekretär der Welthungerhilfe

Angesichts der anhaltenden globalen Herausforderungen danken wir all unseren Unterstützer*innen, denn die Solidarität mit den Menschen in Not hat nicht nachgelassen. Insgesamt kamen im Jahr 2025 101,5 Millionen Euro Spenden und 293,1 Millionen Euro institutionelle Zuschüsse für die Arbeit der Welthungerhilfe zusammen.

So werben wir um Spenden

Spenden sind die Grundlage, um unsere Arbeit zu finanzieren. Denn auch öffentliche Zuschüsse zu unseren Projekten setzen Eigenmittel voraus.

So wirbt die Welthungerhilfe um Spenden

Unterstützung für 19,1 Millionen Menschen

Im Jahr 2025 unterstützte die Welthungerhilfe mit 647 Projekten in 37 Ländern und Gebieten rund 19,1 Millionen Menschen. Dank dieser Hilfe können viele Menschen mehr Lebensmittel erzeugen und Einkommen erwirtschaften. Sie haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, können sich ausgewogener ernähren und erkranken seltener. Für Kinder eröffnet dies bessere Chancen auf eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung – und damit auf eine selbstbestimmte Zukunft.

Infografik: Landkarte mit Anzahl der Welthungerhilfe-Projekte pro Kontinent
Weltweit aktiv für #ZeroHunger © Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe hat 2025 insgesamt 386,0 Millionen Euro ausgegeben, 347,2 Millionen Euro davon flossen direkt in die Projektförderung im Ausland. Die übrigen Mittel wurden für Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit, Projektbegleitung im Ausland, Verwaltung sowie für Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit eingesetzt.

Zahlen und Fakten rund um die Welthungerhilfe 2025

Was passiert mit Ihrer Spende? 90 Prozent fließen in die Projektarbeit. © Welthungerhilfe
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Die Förderschwerpunkte der Welthungerhilfe im Jahr 2025, aufgegliedert nach Sektoren. © Welthungerhilfe
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Hier leistet die Welthungerhilfe die meiste Hilfe. © Welthungerhilfe
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2025 hat die Welthungerhilfe 386,0 Millionen Euro ausgegeben. Davon sind 347,5 Millionen Euro in die Förderung von Projekten im Ausland geflossen. 11 Millionen Euro entfielen zusätzlich auf die Projektbegleitung im Ausland. © Welthungerhilfe
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Die Einnahmen der Welthungerhilfe im Jahr 2025. © Welthungerhilfe
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Institutionelle Zuschüsse für die Welthungerhilfe im Jahr 2025 © Welthungerhilfe
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Die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) hat dem Jahresabschluss und dem Lagebericht des Deutsche Welthungerhilfe e. V. einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. 

Unterstützen Sie unsere Arbeit nachhaltig

Fragen und Antworten zum Jahresbericht der Welthungerhilfe

In wie vielen Projekten war die Welthungerhilfe 2025 aktiv?

Im Jahr 2025 liefen 657 Projekte in 37 Ländern und Gebieten. Davon 10 Inlands- und 647 Auslandprojekte. Weitere Informationen finden Sie auf Seite 40 des Jahresberichts.

Wie setzen sich die Aufwendungen für Projekte zusammen?

90 % aller Einnahmen aus Spenden und Zuschüssen flossen 2025 direkt in die Projektförderung im Ausland. 3,8 % wurden für Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit genutzt, 2,9 % flossen in die Projektbegleitung im Ausland, 2,4 % in die Verwaltung. 0,8 % wurden für Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit eingesetzt. Ihre Spenden sind die Voraussetzung dafür, dass wir weitere Gelder bei öffentlichen Gebern beantragen können, beispielsweise beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Auswärtigen Amt (AA), der Europäischen Union (EU) oder den Vereinten Nationen. In der Regel vervierfacht sich so jede Spende – aus 100 Euro Spenden werden bis zu 400 Euro Projektmittel.

Was ist die Strategie der Welthungerhilfe?

Wir leben in einer Welt ständiger Veränderung, heute mehr denn je. Unsere Gegenwart ist geprägt von vielfältigen Krisen und globalen Herausforderungen, für die wir zukunftsfähige Antworten brauchen. Grund genug für uns, unser Handeln stets zu überdenken, anzupassen und neu auszurichten, um den Anforderungen einer Welt im Wandel gerecht zu werden. Eine Welt ohne Hunger auf einem gesunden Planeten – das ist unser klares Ziel. Und so heißt auch unsere Strategie 2025-2030 (in Englisch): „Zero Hunger on a Healthy Planet“. Sie ist unser Kompass, um weiterhin wirkungsvoll und relevant zur Beendigung von Hunger und Armut beitragen zu können und unseren Planeten zu schützen.

Wie macht die Welthungerhilfe ihre Arbeit transparent?

Erklärtes Ziel der Welthungerhilfe ist es, ihre Arbeit transparent zu machen und Spenden sparsam und zielgerichtet einzusetzen. Externe Gutachten wie die des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bestätigen der Welthungerhilfe durch die Verleihung des Spendensiegels, dass sie dieses Ziel erfolgreich umsetzt. 

Auch darüber hinaus legt die Welthungerhilfe größten Wert auf Wirtschaftlichkeit und Transparenz. So zeigt der Jahresbericht detailliert, wofür die Spendengelder eingesetzt werden, und vermittelt einen direkten Einblick in die Arbeit der Welthungerhilfe. Im Rahmen der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ legt die Welthungerhilfe weitere Informationen offen, wie beispielsweise die vollständige Satzung, die Namen und Funktionen wesentlicher Entscheidungsträger, Personalstruktur und vieles mehr.

So werben wir um Spenden

Welche Informationen finden sich im Lagebericht der Welthungerhilfe?

Als Hilfsorganisation sind private Spenden und Zuwendungen für die Welthungerhilfe die unverzichtbare Grundlage, um ihren satzungsgemäßen Auftrag - die Bekämpfung von Hunger und Armut – umsetzen zu können. 

Zur Sicherung einer wirtschaftlich nachhaltigen Entwicklung haben Präsidium und Vorstand der Welthungerhilfe Kenngrößen vereinbart, die auch unterjährig eine zielgerichtete operative Steuerung durch den Vorstand ermöglichen. 

Im Lagebericht sind nähere Informationen über die Rahmenbedingungen, den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Entwicklung der Deutschen Welthungerhilfe e.V. festgehalten. Lagebericht hier herunterladen.

Der Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zum Jahresbericht und Lagebericht der Welthungerhilfe 2025 findet sich hier.

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