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Haiti

1.000.000 Setzlinge gegen den Klimawandel

Projektstatus laufend
Projektbudget 20.164.500 €
Themenschwerpunkt
Klimawandel

Wir alle kennen die Bilder, großflächig brennt der Regenwald im Amazonasgebiet. Doch die grüne Lunge unserer Erde ist nicht nur dort gefährdet. Auch in der Karibik wird der Wald immer kleiner. Der Klimawandel und die Abholzung des Regenwaldes haben weltweit Auswirkungen auf Ökosysteme und Lebensgrundlagen für Menschen und Tiere. Vor allem kleine Inselstaaten sind von den Folgen des Klimawandels betroffen, so auch Haiti, Kuba und die Dominikanischen Republik.

Dürren, Stürme, Überschwemmungen

Nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die Intensität tropischer Stürmen hat in den letzten Jahren immer weiter zugenommen und Naturgefahren wie Dürren, Überschwemmungen und Waldbrände sind nicht nur Konsequenz der Klimakrise sondern beschleunigen diese weiter. Die Schäden sind verheerend, sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch. Vor allem ländliche Gebiete und kleinbäuerliche Familien sind betroffen, denn Stürme, Überflutungen und Dürren vernichten ganze Ernten. Konventionelle Landwirtschaft und fehlende Einkommensalternativen führen dazu, dass das eh schon kränkelnde Ökosystem weiter durch Abholzung, Bodenerosion und den Verlust von Biodiversität geschädigt wird.

In dieser Baumschule auf Haiti werden Setzlinge gezüchtet, die anschließend zur Wiederaufforstung gepflanzt werden. © Welthungerhilfe
Was ist „Ökosystembasierte Anpassung“

Ökosystembasierte Anpassungsmaßnahmen (engl. Ecosystem based Adaptation, EbA) sind naturbasierte Lösungen zur Anpassung an die negativen Folgen des Klimawandels, wie Dürren oder Starkregenereignissen, die u.a. zu Ernteverlusten und, vor allem in den Bergen, zu schweren Erosionsschäden führen können. Wälder, Agroforstsysteme und andere Formen angepasster Landwirtschaft können dazu beitragen, diese Auswirkungen zu mildern. Durch das Projekt werden Lösungen entwickelt, die dazu beitragen, dass der Biologische Korridor in der Karibik zu einem regionalen Modell für die Verbesserung der Anpassung an den Klimawandel und die Erhaltung der biologischen Vielfalt wird. Maßnahmen mit der Natur werden als Lösung in den Bereichen integriertes Wassermanagement und Landwirtschaft umgesetzt. Die Gemeinden vor Ort und lokale staatliche Strukturen wirken dabei von Anfang an bei der Planung und praktischen Umsetzung aktiv mit. Mit den konkreten Erfahrungen aus der Umsetzung werden Modelle entwickelt, die in den jeweiligen Regionen verbreitet und weiter erprobt werden.

Wald für das Klima

Das Projekt KlimaWald („Comunidades Caribeñas Resilientes“/ „Communautés Caribéennes Résilientes“) schafft Lösungen. Gemeinsam mit der Gemeinsam mit der Tropenwaldstiftung OroVerde und lokalen Partner*innen arbeitet die Welthungerhilfe daran, die Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme abzufedern. Das geschieht durch den Bau von Erosionsschutz, wie beispielsweise Hecken. Auch bodenschützende Maßnahmen und angepasste Pflanzenarten können dazu beitragen wichtige Lebensgrundlagen zu erhalten und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region zu mildern. Besonders wichtig ist hierbei die Biodiversität, also eine große Vielfalt an Pflanzen, und die Wiederaufforstung des abgeholzten Regenwaldes. Neue Anbaumethoden sollen die Bodenqualität verbessern und so Ernten und Einkommen der Landbevölkerung sichern.

Lokal bis Global

Um ökosystembasierte Anpassungsstrategien nachhaltig zu verankern, arbeiten wir auf allen Ebenen. Auf lokaler Ebene bezieht die Welthungerhilfe gemeinsam mit ihren regionalen Partnerorganisationen Vertreter*innen der lokalen Gemeinden und kleinbäuerliche Landwirt*innen in Planungs- und Entscheidungsprozesse sowie in die Auswertung mit ein. Auf nationaler Ebene arbeiten wir mit staatlichen Strukturen wie Umweltministerien zusammen, um die politische Einbindung der ökosystembasierten Anpassung in nationale Strategien zu erzielen, und auf überregionaler Ebene arbeiten wir eng mit dem Sekretariat des Biologischen Korridors der Karibik zusammen, um unsere Projektziele mit deren Zielen und Visionen in Einklang zu bringen und so mehr Reichweite zu haben. Auf internationaler Ebene tragen wir bei Konferenzen und anderen Treffen zum Wissensaustausch und zur Vernetzung mit relevanten Akteuren bei.

Durch das konsequente Einbeziehen der verschiedensten Akteur*innen aus Bevölkerung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft können die Ergebnisse des Projektes langfristig bestehen, da die Bedürfnisse aller Parteien von Anfang an berücksichtigt werden. 

Ein Teil des neu angelegten Agro-Forst-Systems, bei dem zunächst Bananen als Schattenspender für die darunter wachsenden kleinen Kaffee- und Zapote-Bäume gepflanzt wurden. © Oro Verde/Johannes Horstmann

1.000.000 Setzlinge und 5700 Hektar Wald 

Im Verlauf des Projektes werden alleine in Haiti 1.200 Hektar Wald wieder aufgeforstet. In der Dominikanischen Republik entstehen durch eine Kombination aus Aufforstung und Regenerierung insgesamt 3.500 Hektar Regenwald und auf der kubanischen Insel sollen nochmal 510 Hektar Wald entstehen. So werden bis Projektende im Jahr 2027 mehr als 1.000.000 Setzlingen verschiedenster Baumarten gepflanzt. Dabei werden insgesamt 5.500 Haushalte mit einbezogen.

Projektinhalte

OroVerde und die Welthungerhilfe arbeiten in Haiti zusammen mit Concertation et Action pour le Développement (Concert-Action). In der Dominikanischen Republik sind unsere Partner Centro para la Educación y Acción Ecológica - Naturaleza sowie Enda Dominicana und in Kuba sind Centro Oriental de Ecosistemas y Biodiversidad (BIOECO) und die Schutzgebietsbehörde Guantanamo (UPSA) unsere lokalen Partner*innen.

Das Projekt wird finanziert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Alle Fakten zum Projekt

Nov 2019 Projektbeginn
Okt 2027 Projektende
3.822.029 € Projektbudget 2020
20.164.500 € Projektbudget insgesamt
Themenschwerpunkte
Nothilfe
Landwirtschaft & Umwelt
Ernährung
Wasser & Hygiene
Wirtschaftliche Entwicklung
Stärkung der Zivilgesellschaft
Projekt-ID HTI 1173-19

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