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Ein lachendes Mädchen in Gummistiefeln steht auf einer matschigen Straße. Im Hintergrund sieht man ein weißes Zelt.
Syrien/Türkei

Warmes Essen im Flüchtlingscamp

Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Nothilfe Mehr erfahren
Kerstin Bandsom Team Communications

Die Angst ist ein ständiger Begleiter für die Menschen in der Region Idlib. Fast die Hälfte der dort Lebenden ist bereits mehrmals vor dem Krieg im eigenen Land geflohen. Viele haben Schutz in der Region gefunden, doch nun drohen die Kämpfe auch den Nordwesten Syriens zu erreichen. Die aktuelle, politische Entwicklung könnte erneut zur Vertreibung von hunderttausenden von Menschen führen.

Die Region um Idlib ist eines der letzten großen, umkämpften Gebiete in Syrien. Rund drei Millionen Menschen leben in der Provinz Idlib, davon eine Million Kinder und rund 1,4 Millionen Vertriebene, die bereits aus anderen Regionen des Landes vor Kämpfen geflohen sind. Insgesamt sind ca. 1,6 Millionen Menschen in Idlib auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die Welthungerhilfe versorgt einen Teil der Menschen mit Nahrungsmittelpaketen und Trinkwasser. Mehr über die Hintergründe des Konflikts und über die aktuelle Situation erfahren Sie im Factsheet Syrien.

Schlammige Wege im Flüchtlingscamp in Azaz, Syrien.
Schlammige Wege im Flüchtlingscamp in Azaz, Syrien. © Welthungerhilfe

Menschenunwürdige Bedingungen in den Flüchtlingscamps

Im Fall von erneuten Kämpfen um die Provinz, könnten laut UN OCHA je nach Szenario 500.000 – 700.000 Menschen zur Flucht in den Norden gezwungen sein, die meisten würden wahrscheinlich im Norden der Provinz Aleppo Schutz suchen. Nach Welthungerhilfe-Schätzungen leben etwa 450.000 Menschen in den Bezirken von Nord-Aleppo (A‘zaz, Al Bab, Jarablus), darunter bereits 150.000 Flüchtlinge aus anderen Krisengebieten Syriens. Nur etwa ein Drittel von ihnen leben in offiziellen Flüchtlingscamps, andere wiederum harren in improvisierten Camps unter menschenunwürdigen Bedingungen aus: Die provisorischen Zelte schützen nicht vor der Kälte in den Wintermonaten und kühlen Frühlingsnächten. Es gibt kein fließendes Wasser, keinen Strom und kaum benutzbare Toiletten.

Nahrungsmittelpakete für 2.500 Familien

In den Wintermonaten und im Frühjahr haben die Geflüchteten zusätzlich noch mit witterungsbedingten Mehrausgaben für Brennmaterialen, Öfen und warme Kleidung zu kämpfen. Das ohnehin schon knappe Geld reicht dann kaum noch für Nahrungsmittel. Auch der Zugang zu Trinkwasser ist ein schwerwiegendes Problem. Hier hilft die Welthungerhilfe: Die Organisation hat Nahrungsmittelpakete mit Nudeln, Reis, Speiseöl, Salz, Tomatenpaste, Zucker, Bulgur, Butter, Kichererbsen gepackt, also Zutaten, die bei syrischen Familien regelmäßig auf den Tisch kommen.

Mit einem solchen Paket kann eine Familie mit durchschnittlich zwei bis drei Personen zwei Monate über die Runden kommen. Die Welthungerhilfe hält zunächst Vorräte für 2.500 Familien bereit. Die Verteilungen von Lebensmittelpaketen helfen den Familien und insbesondere den Kindern in dieser besonders harten Zeit und geben Kraft durchzuhalten.

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