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20.03.2018 | Blog

Bessere Tage: Menstru­ations­tassen in Uganda

Wenn einmal im Monat ihre Regel einsetzt bedeutet das für viele Mädchen und Frauen in Uganda eine Zeit voller Scham und Benachteiligung. Mit einfachen Menstruationstassen schafft die Welthungerhilfe Abhilfe. Schauspielerin Gesine Cukrowski hat sich vor Ort vom Erfolg überzeugt und begeisterte Frauen getroffen.

Natascha Austin Team Marketing Communication

Die Menstruation ist für Schulmädchen und Frauen in Uganda eine Zeit der Benachteiligung. Sie bedeutet Scham und Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben. Weil Hygieneartikel wie Binden oder Tampons fehlen, behelfen sich die Mädchen und Frauen mit Lumpen. Mit fatalen Folgen. Für die Frauen steigt nicht nur das Infektionsrisiko. Zusätzlich können sie nicht am Dorf- oder Schulleben teilhaben: Frauen und junge Mädchen werden ausgeschlossen, weil sie als unrein gelten oder sie halten sich selbst fern aus Scham oder weil sie schlichtweg unsicher sind, ob der Schutz ausreicht, um nicht auf die Schuluniform zu tropfen.

Das Projekt verändert das Leben der Frauen und Mädchen nachhaltig.

Gesine Cukrowski in der ZDF-Sendung "Volle Kanne", 19.03.2018

Gesine Cukrowski besucht Menstruationstassen-Projekt

Als Gesine Cukrowski 2016 anlässlich ihre Engagements für das Projekt Ziegen für Frauen in Karamoja diese Region in Uganda besuchte, erfuhr sie von den Problemen der Frauen vor Ort während ihrer Menstruationszeit. Das Thema ließ sie nicht mehr los. Zusammen mit dem Welthungerhilfe Programm Direktor Dirk Ullerich entwickelt sie daraufhin das Pilotprojekt „Menstruationstassen“ für Mädchen und Frauen.

Im Rahmen des Projekts „Eva“ in der Region Karamoja (Uganda) verteilt die Welthungerhilfe Menstruationstassen. Das sind becherartige, flexible Silikongefäße. Sie sind äußerst hygienisch und mit zehn Jahren Haltbarkeit sehr nachhaltig. Bislang wurden 800 Menstruationstassen verteilt. Der positive Effekt ist überwältigend. Davon hat sich Schauspielerin Gesine Cukrowski bei einem Besuch in Karamoja überzeugt.

Sie nehmen am Projekt Eva teil: Frauen aus dem ugandischen Dorf Nadorin.
Sie nehmen am Projekt Eva teil: Frauen aus dem ugandischen Dorf Nadorin. © Mirjam Knickriem/ Welthungerhilfe

Alle Schülerinnen und Frauen sind begeistert von der Einfachheit, Hygiene und damit verbundenen Unabhängigkeit von den Tagen. Einhelliger Tenor: Die Frauen leben nun freier, sind nicht mehr für Tage vom Dorfleben ausgeschlossen. Sie können sich besser um ihre Kinder kümmern, die vorher oft alleine im Dorf bei den Männern oder in den Familien blieben. 

Von dem positiven Auswirkungen auf den Alltag der Frauen in Karamoja hat sich Gesine Cukrowski bei ihrer erneuten Reise nun in vielen Gesprächen überzeugen können. Die Verbesserungen sind überwältigend und so rief sie das Projekt „Eva“ ins Leben. Möglichst flächendeckend sollen die Mädchen und Frauen zukünftig mit Menstruationstassen und der damit einhergehenden Aufklärung über Hygiene und Sexualität versorgt werden.

Für die Mädchen in der Schule war die Menstruation zuvor ein noch größeres subjektives Problem als der Hunger. Jetzt fühlen sie sich sicher und frei und können sich genauso wie die Jungs auf den Unterricht konzentrieren. Die Welthungerhilfe verteilt Menstruationstassen kostenlos an die Schulmädchen. Sozialarbeiterinnen besuchen Dörfer und Schulen und schulen im korrekten Umgang mit der Menstruationstasse sowie hygienische Grundlagen und Sexualerziehung.

Gesine Cukrowski engagiert sich seit Jahren für Uganda

Für Gesine Cukrowski war es, wie erwähnt, nicht der erste Besuch in Uganda. Die Schauspielerin engagiert sich seit einigen Jahren für die Welthungerhilfe und setzt sich insbesondere für die Menschen in der Region Karamoja im Nordosten Ugandas ein.

Letzte Aktualisierung 20.07.2018

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