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11.10.2018 | Pressemitteilung

Welthunger-Index 2018

Erfolge bei der Hungerbekämpfung gefährdet – Deutsche Bevölkerung will stärkeres Engagement

Vorstellung des Welthunger-Index 2018 in Berlin
Vorstellung des Welthunger-Index 2018 in Berlin. Auf dem Podium: Simone Pott, Leiterin Team Communications der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, Klaus von Grebmer, Wissenschaftlicher Berater. © Welthungerhilfe/Thomas Meyer

Bonn/Berlin, 11. Oktober 2018. Weltweit wurden bei der Bekämpfung des Hungers seit der Jahrtausendwende große Fortschritte erzielt. Dies zeigt der neue Welthunger-Index, der die Ernährungslage in 119 Ländern berechnet. Die Index-Werte zur Hungersituation sind weltweit seit dem Jahr 2000 um 28% gefallen und auch die Kindersterblichkeit hat sich im gleichen Zeitraum halbiert. Die jüngst gestiegene Zahl der Hungernden von 821 Millionen Menschen zeigt jedoch, dass der Trend aktuell in die falsche Richtung geht. Wenn das Tempo bei der Bekämpfung des Hungers gleichbleibt, wird es 50 Ländern nicht gelingen den Hunger bis 2030 abzuschaffen. Deshalb müssen die Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger verstärkt werden – auch in Deutschland.

„Die Welthungerhilfe hat eine aktuelle Umfrage von Infratest dimap durchführen lassen. Sie zeigt eindeutig, dass 90% der Bundesbürger die Bekämpfung des Hungers wichtig oder sehr wichtig ist. 84% halten es zudem für wichtig oder sehr wichtig, dass Entwicklungshilfe geleistet wird. Bei den Wählerinnen und Wählern der Großen Koalition sind es über 90%. Das ist ein klarer politischer Auftrag. Kriegerische Auseinandersetzungen, Konflikte und die Folgen des Klimawandels führen zu Flucht, Vertreibung und Hunger. Wir brauchen dauerhafte politische Lösungen für die weltweiten Konflikte, um den Hunger endgültig zu besiegen“, betont Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. 

Titel des Welthunger-Index 2018 Weitere Informationen

Der Welthunger-Index 2018 zum Download: Berichtsband, Kurzfassung, Factsheets

Der Bericht 2018 zeigt auf, dass Hunger sowohl Ursache als auch Folge von Flucht und Vertreibung ist. In Ländern mit bewaffneten Konflikten ist der Hunger doppelt so hoch wie im Rest der Welt. Mehr als 68 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, so viele wie nie zuvor. „Die Mehrzahl der Flüchtlinge bleibt in ihrer Heimatregion und braucht dort auch Unterstützung. Diese selbst oft armen Aufnahmeländer benötigen mehr Hilfe. Für die Geflüchteten ist nicht nur die Grundversorgung wichtig, sondern auch die Möglichkeit, dass sie Zugang zu Beschäftigung und Bildung bekommen. Humanitäre Hilfe allein reicht nicht aus“, sagt Bärbel Dieckmann.

Angola, Ruanda, Äthiopien und Myanmar gehören 2018 zu den Vorreitern mit einer Verbesserung des WHI-Wertes um mehr als 45 Prozent. Dagegen gibt es in 16 Ländern mit einer ernsten Ernährungslage keine Verbesserungen oder sogar Rückschritte. Die höchsten Hungerwerte gibt es weiterhin in Afrika südlich der Sahara und die Zentralafrikanische Republik bleibt Schlusslicht.

Für mehr Informationen, besuchen Sie www.welthunger-index.de oder folgen Sie #GHI2018.

Das misst der Welthunger-Index

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 8.900 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,53 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Hochauflösende Pressebilder zum Download

Vorstellung des Welthunger-Index 2018 in Berlin. Auf dem Podium: Simone Pott, Leiterin Team Communications der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, Klaus von Grebmer, Wissenschaftlicher Berater. © Welthungerhilfe/Thomas Meyer
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Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, präsentiert den Welthunger-Index 2018. © Welthungerhilfe/Thomas Meyer
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Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. © Barbara Frommann
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Eine Frau beim Wasser holen im Flüchtlingscamp in Bentiu, Südsudan. © Stefanie Glinski
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Eine Frau bei der Feldarbeit im Dorf Sodo, Äthiopien. © Henrik Wiards
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Ein Mann steht mit seiner Tochter vor den Ruinen eines Hauses zerstört durch den Hurrikan Matthew im Jahr 2016. © Nicolo Lafranchi
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Zwei Schwestern vor ihrem Zelt in einem Camp für Menschen, die durch ein Erdbeben ihr Haus verloren haben. (Haiti 2013) © Daniel Rosenthal
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Nutzungshinweis: Bitte beachten Sie, dass die Bilder nur in einem Welthungerhilfe Kontext genutzt und nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen. Bilder müssen mit dem Credit Copyright „Fotograf“/Welthungerhilfe versehen werden. Keine Langzeitarchivierung. Bilder nach Nutzung bitte löschen!

Welthunger-Index 2018: Infografiken zum Download

Welthunger-Index 2018: Die analysierten Länder können in Kategorien einsortiert werden, je nachdem, ob die Hungersituation gravierend, sehr ernst, ernst, mäßig oder gering ist. © Welthungerhilfe
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Welthunger-Index 2018: Die Entwicklung des WHI von 2000 bis 2018. © Welthungerhilfe
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Welthunger-Index 2018: Die Vorreiter in der Hungerbekämpfung sind Ruanda, Äthiopien und Bangladesch. Die Schlusslichter sind Tschad, Jemen und Zentralafrikanische Republik. © Welthungerhilfe
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Welthunger-Index 2018: Fakten über Hunger

Fakten über Hunger | Welthunger-Index 2018
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Letzte Aktualisierung 11.10.2018

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