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16.12.2019 | Pressemitteilung

Aufnahmeländer dürfen nicht im Stich gelassen werden

Globales Flüchtlingsforum in Genf

Eine Frau sitzt mit ihrem Baby auf dem Schoß vor einem Waschzuber voller Wäsche.
Eine Frau mit ihrem Kind in einem Flüchtlingscamp im Südsudan. Die Mehrheit der Geflüchteten flieht innerhalb des eigenen Landes oder in angrenzende Nachbarländer. © Stefanie Glinski

Bonn / Berlin, 16.12.2019. Etwa 25 Millionen Menschen haben ihr Heimatland 2018 aufgrund von Krieg, Verfolgung, Klimawandel oder Hunger verlassen müssen. Die große Mehrheit flieht in angrenzende Staaten, deren Bevölkerung selbst unter Armut leidet. Die Welthungerhilfe erwartet von den Teilnehmer/innen des ersten Globalen Flüchtlingsforums, dass diese Aufnahmeländer zukünftig bessere Unterstützung erhalten und humanitäre Hilfe enger mit langfristiger Entwicklungszusammenarbeit verzahnt wird. Vom 16.-18.12. findet in Genf das erste Folgetreffen zur Umsetzung des Globalen Flüchtlingspaktes statt, der vor einem Jahr von den Vereinten Nationen angenommen worden ist.

„Aufnahmeländer wie die Nachbarstaaten rund um Syrien oder Niger und Uganda in Afrika sind schon jetzt überfordert und an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Die finanziellen Lasten sollten international gerechter verteilt werden und auch die bedürftige Bevölkerung in den Aufnahmeländern braucht mehr Unterstützung. Allein Uganda hat 1,3 Millionen Flüchtlinge vor allem aus dem Südsudan aufgenommen, gleichzeitig fehlen laut den Vereinten Nationen 670 Millionen US Dollar für Hilfen in diesem Land. Außerdem dürfen wir nicht länger nur in kurzfristigen Modellen der Nothilfe denken, sondern müssen Lösungen für längerfristige Flüchtlingssituationen schaffen. Im Durchschnitt dauert die Flucht von Menschen weltweit etwa 26 Jahre. Deshalb müssen wir bereits beim Beginn einer Flucht langfristig planen. Dazu gehört der Zugang zu Gesundheitsversorgung und Schulbildung von Kindern sowie legale Arbeitsmöglichkeiten. Die Hilfsprogramme sollten zukünftig solche langfristigen Maßnahmen enthalten, damit die Menschen sich in den Aufnahmeländern eine neue Existenz aufbauen können“, fordert Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

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Pressefotos zum Download

Eine Frau mit ihrem Kind beim Wäsche waschen im Flüchtlingscamp Bentiu, Südsudan. © Stefanie Glinski
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Ein Kind im Flüchtlingscamp in Bentiu, Südsudan. © Stefanie Glinski/Welthungerhilfe
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Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe. © Barbara Frommann/ Welthungerhilfe
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Ein Junge in einem Flüchtlingscamp in Azaz. © Welthungerhilfe
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Wie hängen Klima und Flucht zusammen? Diese Grafik verdeutlicht es. © Welthungerhilfe
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Eine aus Myanmar gefluechtete Frau der Rohingya mit ihrem Kind im Nayapara Registration Camp in Bangladesch. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030". Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 9.300 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,71 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von
der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Letzte Aktualisierung 17.12.2019

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