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12.08.2022 | Pressemitteilung

Presse-Statement zum Jahrestag der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan

Zwei Frauen und ein junges Mädchen in Afghanistan. Eine der Frauen ist verschleiert, die andere trägt ein Kopftuch und einen Mund-Nase-Schutz. Das Mädchen trägt ein Kopftuch.
Frauen und ein junges Mädchen bei einer Lebensmittelverteilung in Kabul. © Welthungerhilfe/Parwiz Sabawoon
Simone Pott Team Communications

Bonn/Berlin, 12.08.2022. Zum Jahrestag der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan am 15. August 2022 erklärt Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe:

„Die humanitäre Lage in Afghanistan hat sich seit der Machtübernahme der Taliban extrem verschlechtert und täglich nehmen Hunger und Armut zu. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung, rund 23 Millionen Menschen, können sich nicht mehr allein ernähren und 9 Millionen erleben akuten Hunger. Insbesondere die Kinder leiden: Nach Schätzungen der UN werden mehr als 50% von ihnen unter 5 Jahren bis zum Ende des Jahres unterernährt sein. 

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Diese Zahlen haben sich seit der Machtübernahme um bis zu 30% erhöht. Niemals zuvor in den letzten Jahrzehnten haben so viele Afghanen und Afghaninnen gehungert. Auch das Bildungs- und Gesundheitssystem ist aufgrund von fehlendem Personal und Medikamenten zusammengebrochen. Die Landwirtschaft hat durch die Zerstörung von Infrastruktur in Folge des Krieges sowie durch starke Dürren seit 2021 stark gelitten und die Prognosen für die kommende Weizenernte sehen eine Reduzierung von 50-60%. Die umfangreichen wirtschaftlichen Sanktionen haben dazu geführt, dass Afghanistan vollkommen abhängig von internationaler Hilfe ist.

Die Welthungerhilfe hat seit 1980 ununterbrochen im Land Hilfe geleistet. Allein in diesem Jahr wurden bisher Nothilfemaßnahmen in Höhe von rund 12 Millionen Euro durchgeführt. Dazu gehören die Verteilung von Nahrungsmittel, Bargeld und Hygienepakete an bedürftige Familien und ein besonderes Augenmerk wurde auf die Unterstützung von Frauen gelegt. Die Flucht von gut ausgebildeten Afghanen und Afghaninnen hat dazu geführt, dass wir mehr als 90% unseres Personals neu eingestellt haben, darunter auch weiterhin qualifizierte weibliche Mitarbeiterinnen.“

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Frauen und ein junges Mädchen bei einer Lebensmittelverteilung in Kabul. © Welthungerhilfe/Parwiz Sabawoon
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Frauen und ein junges Mädchen bei einer Lebensmittelverteilung in Kabul. © Welthungerhilfe/Parwiz Sabawoon
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Zahra, 51, hat 8 Kinder und lebt als Witwe mit ihrer Familie in Kabul, Afghanistan. Vor drei Jahren zogen sie aus Kunduz her, da dort der Krieg wütete. Seit der Talibanübernahme ist sie arbeitslos. © Glinski/Welthungerhilfe
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Zahra, 51, hat 8 Kinder und lebt als Witwe mit ihrer Familie in Kabul, Afghanistan. Vor drei Jahren zogen sie aus Kunduz her, da dort der Krieg wütete. Seit der Talibanübernahme ist sie arbeitslos. © Glinski/Welthungerhilfe
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Frauen warten bei einer Lebensmittelverteilung in Kabul, Afghanistan. © Sabawoon/Welthungerhilfe
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Frauen warten bei einer Lebensmittelverteilung in Kabul, Afghanistan. © Sabawoon/Welthungerhilfe
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Die einjährige Mahrou und ihre Mutter bei einer Lebensmittelverteilung der Welthungerhilfe in Afghanistan. © Glinski/Welthungerhilfe
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Die einjährige Mahrou und ihre Mutter bei einer Lebensmittelverteilung der Welthungerhilfe in Afghanistan. © Glinski/Welthungerhilfe
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Kinderarmut in Afghanistan. Farzanah, 7, steht vor dem Haus ihrer Familie in Kabul. Die Familie lebt in bitterer Armut. Die Welthungerhilfe ist seit 1980 in Afghanistan aktiv. © Glinski/Welthungerhilfe
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Kinderarmut in Afghanistan. Farzanah, 7, steht vor dem Haus ihrer Familie in Kabul. Die Familie lebt in bitterer Armut. Die Welthungerhilfe ist seit 1980 in Afghanistan aktiv. © Glinski/Welthungerhilfe
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Lebensmittelverteilung in Kabul, Afghanistan: Familien erhalten Nahrungsmittel wie Weizenmehl, Reis aus der Region, Pflanzenöl, Hülsenfrüchte, Salz und Zucker. © Sabawoon/Welthungerhilfe
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Lebensmittelverteilung in Kabul, Afghanistan: Familien erhalten Nahrungsmittel wie Weizenmehl, Reis aus der Region, Pflanzenöl, Hülsenfrüchte, Salz und Zucker. © Sabawoon/Welthungerhilfe
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Männer warten bei einer Lebensmittelverteilung in Kabul, Afghanistan. © Sabawoon/Welthungerhilfe
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Männer warten bei einer Lebensmittelverteilung in Kabul, Afghanistan. © Sabawoon/Welthungerhilfe
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Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe. © Christoph Papsch/Welthungerhilfe
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Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe. © Christoph Papsch/Welthungerhilfe
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Die Welthungerhilfe wird in diesem Jahr 60 Jahre alt. Sie ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 10.369 Auslandsprojekte in rund 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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