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02.08.2023 | Pressemitteilung

Welthungerhilfe begrüßt Fortführung der deutschen humanitären Hilfe im Niger

Programmleiter Jameson Gadzirai steht für Interviews zur Verfügung

Der Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als 3,3 Millionen Menschen könnten in den kommenden Monaten Hunger leiden. Daher ist es wichtig, dass weiter humanitäre Hilfe geleistet wird. © Welthungerhilfe
Simone Pott Team Communications

Bonn/Berlin, 02. August 2023. Die Welthungerhilfe begrüßt ausdrücklich die Ankündigung der Bundesregierung, die humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Niger fortzusetzen. Nach dem Militärputsch in der vergangenen Woche haben viele europäische Staaten sowie die Europäische Union die Zusammenarbeit in der Entwicklungszusammenarbeit sowie im Bereich Sicherheit ausgesetzt.

Anzeigebild des Factsheets Niger: Fakten und Zahlen (Stand: 07.08.2023) Factsheet Niger

Niger zählt zu den ärmsten und unsichersten Ländern der Welt. Wichtige Infos zur humanitären Hilfsarbeit im Faktenblatt zum Herunterladen.

„Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als 3,3 Millionen Menschen könnten in den kommenden Monaten Hunger leiden. Insgesamt sind rund 4 Millionen Einwohner zum Überleben dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Moment leben die Familien von ihren Vorräten aus dem letzten Jahr, denn die nächste Ernte steht erst im September und Oktober zur Verfügung.

Die schlechte Sicherheitslage im Land sowie die Folgen des Klimawandels haben dazu geführt, dass viele Menschen ihre Heimatdörfer verlassen mussten und hinzu kommen noch rund 300.000 Flüchtlinge aus angrenzenden Ländern wie Nigeria, die ebenfalls auf der Suche nach Nahrung und Unterkünften sind. Die humanitäre Hilfe ist daher eine Überlebensfrage.

Gleichzeitig sollten wir der Bevölkerung bei der Anpassung an den Klimawandel zur Seite stehen und die Resilienz der Menschen in den betroffenen Regionen auch langfristig stärken. Diese Unterstützung kann auch unabhängig von der Regierung geleistet werden und die zivilen lokalen Kräfte stärken“, betont Jameson Gadzirai, Programmleiter der Welthungerhilfe im Niger. 

Die Welthungerhilfe ist seit 2012 im Niger tätig und unterstützt in der Region Diffa im Südosten Flüchtlinge aus Nigeria und in der Region Tillabéry und Tahoua im Südwesten vor allem Binnenflüchtlinge. Gleichzeitig erhalten Gastfamilien Unterstützung, deren Ressourcen ebenfalls knapp werden. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen.  

Unser Programmleiter Jameson Gadzirai steht für Interviews in der Hauptstadt Niamey zur Verfügung (Englisch).

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 11.498 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern mit 4,75 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen. 

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