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Entwicklungshilfe – Fortschritte und Wirkung

Ist Entwicklungshilfe sinnvoll? Ja, denn zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist ein Ende des Hungers möglich. Die Welthungerhilfe trägt ihren Teil dazu bei.

Entwicklung des Welthunger-Index 2000 bis 2019

Erfolge der Entwicklungshilfe

In Deutschland denken viele Menschen, Entwicklungshilfe komme nicht an: zu korrupt die Regime, zu hoch das Bevölkerungswachstum und zu viele Bürgerkriege, die Erfolge wieder zunichtemachen. Doch diese Erfolge sprechen für sich:

Was ist Entwicklungshilfe?

Unter Entwicklungshilfe oder auch Entwicklungszusammenarbeit versteht man die gemeinsamen Bemühungen von Industrie- und Entwicklungsländern, partnerschaftlich die Lebenssituation von Menschen langfristig und nachhaltig zu verbessern, bspw. durch die Bekämpfung von Armut und Hunger, Verbesserung von Bildung und Gesundheit oder die Stärkung von Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Anders als überlebenssichernde Not- und Katastrophenhilfe, verfolgt die Entwicklungshilfe ein langfristiges Ziel: Allen Menschen die Chance zu geben, ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in Würde und Gerechtigkeit wahrzunehmen – und damit Entwicklungshilfe überflüssig zu machen, weil sich die Menschen selbst helfen können. Dieses Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist für die Welthungerhilfe zentral.

Der Beitrag der Welthungerhilfe

Allein im Jahr 2019 hat die Welthungerhilfe in 36 Ländern mit 499 Auslandsprojekten rund 10,5 Millionen Menschen unterstützt. Konkret heißt das: Viele Menschen ernten nun mehr und können sich dadurch besser ernähren. Sie haben jetzt sauberes Trinkwasser oder Toiletten vor Ort und sind deshalb weniger krank. Oder sie können Einkommen sowie Überschüsse erwirtschaften und eine Ausbildung beginnen. Für die Kinder bedeutet die Unterstützung durch die Welthungerhilfe die Chance auf eine bessere körperliche und geistige Entwicklung.

Die Arbeit der Welthungerhilfe unterstützen

Die Welthungerhilfe unterstützte im Jahr 2019 rund 10,5 Millionen Menschen in 499 Projekten. © Welthungerhilfe
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48 Prozent der weltweit geförderten Projekte drehen sich um gesunde Ernährung und ländliche Entwicklung. © Welthungerhilfe
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Mit 22 Prozent der geförderten Projekte unterstützt die Welthungerhilfe in humanitären Notsituationen. © Welthungerhilfe
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12 Prozent der Projekte der Welthungerhilfe fördern die wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern. © Welthungerhilfe
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In 10 Prozent der Projekte sorgt die Welthungerhilfe für Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene. © Welthungerhilfe
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6 Prozent der geförderten Projekte stärken weltweit Zivilgesellschaften. © Welthungerhilfe
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2 Prozent der Welthungerhilfe-Projekte drehen sich um andere Themen. © Welthungerhilfe
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Hilfe für 10,5 Millionen Menschen

Der Jahresbericht 2018 dokumentiert die Arbeit der Welthungerhilfe weltweit.

Im Fokus der Welthungerhilfe-Projekte stehen nachhaltige, ländliche Entwicklung sowie die Förderung von Kleinbäuer*innen. Ein Blick auf die Länder mit der höchsten Projektförderung zeigt jedoch einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit: Menschengemachte Krisen und Naturkatastrophen erfordern schnelle, Leben rettende Soforthilfe.

Doch auch in diesen Fällen geht die Unterstützung der Welthungerhilfe über die bloße Verteilung von Nahrung und Unterkunft hinaus. Im Irak beispielsweise hilft die Welthungerhilfe beim Wiederaufbau der Basisinfrastruktur in den vom IS befreiten Gebieten. Die von einer fatalen Hungerkrise bedrohten Menschen am Horn von Afrika werden mittels nachhaltiger Resilienz-Projekte auf die nächsten Dürreperioden vorbereitet.

Hilfe zur Selbsthilfe

Entwicklungszusammenarbeit soll vor allem eines leisten: Sie muss zur Selbsthilfe befähigen. Nach diesem Leitbild arbeitet die Welthungerhilfe seit ihrer Gründung 1962. In zahlreichen Regionen ist es bereits gelungen, Projekte in die Hände lokaler Partnerorganisationen zu übergeben und sich so aus der Region zurückziehen zu können. In Ecuador oder auf den Philippinen beispielsweise konnte die Bevölkerung vor Ort so gestärkt werden, dass eine "Entwicklungshilfe von außen" dort nicht mehr benötigt wird. Doch auch dort, wo die Welthungerhilfe weiterhin selbst tätig wird, greift das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe.

Unser Ziel: Wir machen uns überflüssig

Wie wir Wirkung messen

Bei fast 500 laufenden Projekten weltweit stellt sich die Frage: Wie lässt sich der Erfolg eines Projektes definieren? Und wie kann die Welthungerhilfe sicherstellen, dass alle Maßnahmen von Afghanistan bis zur Zentralafrikanische Republik wirkungsvoll umgesetzt werden?

Die Projekte werden hinsichtlich ihrer Zielerreichung einer systematischen Analyse unterzogen. Dabei setzt die Welthungerhilfe neben der projektspezifischen Fortschrittserhebung auf projektübergreifende Erfolgsindikatoren. Diese Indikatoren basieren im Kern auf vier Fragen:

Mit Hilfe der Ergebnisse hinterfragt und verbessert die Welthungerhilfe laufend ihre Arbeit. Neben der Selbstkontrolle wird die Arbeit der Organisation zudem regelmäßig von unabhängigen Gutachter*innen evaluiert. Wie Evaluationen im Detail ablaufen, was sich hinter Wirkungsorientierung verbirgt und wie die Welthungerhilfe das Thema Qualitätsmanagement angeht, erfahren Sie hier.

Es ist viel zu tun

Cover des Welthunger-Index 2019: Ein Mann watet durch kniehohes Wasser und transportiert mit einer Tragstange Gemüse. Welthunger-Index

Der WHI bewertet jährlich Erfolge und Rückschläge in der globalen Überwindung des Hungers.

Wie der Welthunger-Index zeigt, leiden heute weniger Menschen unter Hunger als noch vor 50, 25 oder fünf Jahren. Neben vielen anderen Hilfsorganisationen hat auch die Welthungerhilfe dazu beigetragen. Bis zum Jahr 2030 kann und soll der Hunger weltweit beendet werden. Darauf hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet. Schon heute könnten theoretisch alle 7,5 Milliarden Menschen ausreichend versorgt werden. Eine ungerechte Verteilung von Ressourcen steht diesem Ziel bisher im Wege.

Um bis 2030 real Fortschritte machen zu können, muss das Tempo der Hungerbekämpfung drastisch erhöht werden. Wenn zum Beispiel Afrika südlich der Sahara und Südasien ihre Hungerwerte bis 2030 im gleichen Tempo wie bisher verringern, würden sie immer noch „mäßige“ bis „ernste“ Hungerwerte verzeichnen – und Zero Hunger damit weit verfehlen. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und zivilgesellschaftliche Organisationen müssen ihr Zusammenspiel verbessern und ihre Strategien wie auch ihr Tun so gestalten, dass die Ziele der Agenda 2030 erreicht werden. Rund 690 Millionen hungernde Menschen haben ein Recht darauf.

Letzte Aktualisierung 09.09.2020

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