
Für Wasser und Hygiene sorgen
Wasser ist Leben. Ob bei der Ernährung, dem Bewässern von Feldern, der Versorgung der Tiere oder bei der Körperpflege: Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene (WASH) sind elementare Menschenrechte und das A und O für die Gesundheit.
Laut UN-Wasserbericht hatten im Jahr 2020 rund 2,2 Milliarden Menschen keinen nachhaltig sicheren und sofort verfügbaren Zugang zu Trinkwasser. Konkret heißt das: Sie haben keine Wasserversorgung direkt auf ihrem Grundstück. Zur nächsten Wasserquelle müssen sie einen Fußweg von über 30 Minuten zurücklegen.
Für viele Menschen wird eine Wasser-Grundversorgung außerdem immer schwieriger – verstärkt wird dies durch den Klimawandel: Ungefähr 3,6 Milliarden Menschen leben heute in Gebieten, die mindestens einen Monat im Jahr extrem wasserarm sind. Für viele Menschen wird eine Wasser-Grundversorgung so immer schwieriger.
850 Millionen Menschen ohne Wasser-Grundversorgung
Die Zahl derer, die noch nicht einmal eine Grundversorgung haben, liegt bei 850 Millionen Menschen. Sie versorgen sich entweder mit Wasser aus Flüssen oder Wasserlöchern – oder müssen länger als 30 Minuten zu Fuß gehen, um eine saubere Wasserquelle zu erreichen.
Rund 4,2 Milliarden Menschen verfügen zuhause nicht über eine Toilette, bei der das Abwasser sicher entsorgt wird. Von diesen 4,2 Milliarden müssen rund 770 Millionen Menschen weltweit noch ihre Notdurft komplett im Freien verrichten.
Krank durch schmutziges Wasser und fehlende Hygiene
Unter solch katastrophalen Voraussetzungen verbreiten sich Krankheitserreger besonders schnell. Mit dramatischen Folgen:
- Kindersterblichkeit: Im Jahr sterben 361.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, die durch schmutziges Wasser und verunreinigte Lebensmittel verursacht werden.
- Mangelernährung: Durch Darminfektionen, die durch wasserbedingte Krankheiten verursacht werden, wird das Essen schlechter vom Körper aufgenommen. Nährstoffmangel und chronische Unterernährung sind die Folge.
- Einkommenseinbußen: Krankheitsbedingter Arbeitsausfall schmälert den Verdienst der Familien, Armut ist die Folge. Allein in Afrika gehen durch unzureichende Wasser- und Sanitärversorgung jährlich etwa fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes verloren.
Frauen und Mädchen besonders gefährdet
Weil insbesondere Mädchen und junge Frauen ihren Müttern beim beschwerlichen Wasserholen helfen müssen, lernen viele von ihnen weder Lesen noch Schreiben. Wer eine Schule besucht, findet oft desolate sanitäre Bedingungen vor. Deswegen bleiben viele Mädchen und junge Frauen während ihrer Menstruation dem Unterricht fern oder brechen die Schule ganz ab. Ohne Bildung und Beruf haben Frauen kaum eine Chance, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.
Mit WASH Hunger und Armut überwinden
Auf dem Weg zu #ZeroHunger sind der Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene wichtige Voraussetzungen. Die Welthungerhilfe trägt dazu bei, indem sie jährlich ca. 30 neue WASH-Projekte für rund 1,25 Millionen Menschen beginnt. Mit jeder dieser Maßnahmen eröffnet sie ihnen die Chance auf ein würdiges Leben durch Gesundheit, Ernährungssicherheit und ein besseres Einkommen.