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Hungrig, durstig, stark geschwächt – so geht es Millionen Menschen in Ländern Ostafrikas wie Kenia, Somalia oder Äthiopien. Die Menschen leiden unter den Auswirkungen einer starken Dürre. Durch die extreme Trockenperiode und ihre schwerwiegenden Folgen sind in Ostafrika derzeit circa 26 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Sie hungern und kämpfen ums Überleben.

Dürre in Ostafrika: kein Wasser, keine Ernte, keine Nahrung

Vor allem im Norden Kenias, in vielen Teilen Somalias und im Süden Äthiopiens ist die Situation derzeit lebensbedrohlich. Der ausbleibende Regen ist eine schleichende Katastrophe für die Menschen in Ostafrika. Die Situation ist dramatisch: Die Böden sind viel zu trocken, um Getreide oder Gemüse anzubauen. Für kleinbäuerliche Familien bedeutet das: keine Ernte und nicht genügend zu essen. Viele Hirtenfamilien haben bereits bis zu 70 Prozent ihres Viehbestands verloren – oft ihre einzige Einnahme- und Versorgungsquelle. Deshalb können sie es sich nicht mehr leisten, Lebensmittel auf den Märkten zu kaufen und müssen hungern.

Helfen Sie jetzt: Sie können uns mit Ihrer Spende dabei unterstützen, notleidende Menschen in Ostafrika mit unserer Nothilfe zu erreichen. 

Jetzt spenden und Menschen in den Dürre-Gebieten unterstützen
In vielen Regionen Kenias hat es seit Monaten nicht geregnet. Die Menschen haben nicht genug sauberes Wasser für sich und ihr Vieh. © Roncliffe Odit
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Die Dürre hat dramatische Auswirkungen auf Viehhirt*innen und ihr Vieh: Es häufen sich Bilder von toten oder stark ausgemergelten Tieren auf der Suche nach Wasser, wie diese abgemagerte Kuh in Kenia. Ohne ihre einzige Einnahmequelle – den Verkauf von Milch oder Vieh – haben Hirtenfamilien keine Möglichkeit, genug Geld für Nahrungsmittel aufzutreiben. © Welthungerhilfe
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Das von der Dürre betroffene Weidevieh muss dringend tierärztlich versorgt – auch um Viehseuchen zu bekämpfen. Somalia/Somaliland 2017. © Justfilms/Welthungerhilfe
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Die Lage in Somalia/Somaliland ist extrem besorgniserregendend. Mit unseren Partnern bereiten wir Hilfsmaßnahmen wie die Verteilung von Hygieneartikeln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs vor. Das Bild im Jahr 2018 aufgenommen – die Region ist immer wieder von heftigen Dürren betroffen. © Welthungerhilfe
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Vielerorts ist die Wasserversorgung extrem schlecht. Vorhandene Wasserstellen und Wasserauffangsysteme müssen dringend repariert werden. Dieses Bild von 2018 zeigt eine Frau in Somalia/Somaliland, die mit einem Eimer Wasser aus einem tiefen Wasserloch holt. © Welthungerhilfe
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Dürre in Ostafrika: Kein Ende in Sicht

Aufgrund der langanhaltenden und wiederkehrenden Trockenzeiten können Menschen, Tiere und Natur in Ostafrika sich kaum erholen. Auch wenn es regnet, kann der ausgetrocknete Boden das Wasser kaum speichern. So kommt es in den Dürre-Regionen teilweise zu Überflutungen, wenn plötzlich Regen fällt. Darüber hinaus gibt es in Ostafrika viele sich überlagernde Katastrophen, die die Widerstandsfähigkeit der Menschen schwächen: In den letzten zwei Jahren hatte die Region immer wieder mit großen Heuschreckenplagen zu kämpfen. Hinzukommen die Corona-Pandemie und gewaltsame Konflikte. All diese Krisen führen zusätzlich zu Ernteausfall und damit zu Hunger. Schon jetzt sind in Ostafrika circa 26 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Es wird befürchtet, dass diese Zahl noch steigen wird, wenn jetzt keine schnelle Hilfe erfolgt.

Die Welthungerhilfe ist vor Ort und bereitet Nothilfemaßnahmen vor, um die Menschen in Ostafrika vor weiterem Leid und Elend zu schützen.

Wie entsteht Dürre? 

Eine Dürre ist eine langanhaltende Trockenperiode. Das Ausbleiben von Niederschlägen führt zu Wassermangel. Die Wasserknappheit kann eine Vielzahl von dramatischen Auswirkungen in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Wirtschaft und Umwelt haben. Dürren bedrohen die Lebensgrundlage von Menschen, erhöhen das Krankheits- und Todesrisiko und führen zu Migration.

Der durch den Klimawandel verursachte Temperaturanstieg bewirkt, dass bereits trockene Regionen trockener und feuchte Regionen feuchter werden. In Ostafrika bedeutet dies vielerorts, dass durch steigende Temperaturen das Wasser schneller verdunstet. Dadurch erhöht sich das Risiko von Dürren. Zudem halten Dürreperioden durch die Erderwärmung in der Tendenz länger an.

Bei lang andauernden Dürreperioden leiden Menschen unter Durst, schlechter Wasserqualität, Ernteausfällen, Hunger und Armut. Vor allem die Bevölkerung in ländlichen Gebieten trifft Dürre besonders schwer. Ohne Nahrungsmittelhilfen oder Unterstützung durch Regierungen oder Hilfsorganisationen können lange Dürreperioden in Hungerkatastrophen enden.

Die Welthungerhilfe ist in vielen Regionen Ostafrikas aktiv – unterstützen Sie unsere Nothilfe mit einer Spende. 

Dürre in Ostafrika: Ihre Spende hilft!

Diese Länder sind von der Dürre in Ostafrika betroffen

Kenia:

Die Lage ist dramatisch. Knapp drei Millionen Menschen sind in Kenia von Dürre und Hunger betroffen und brauchen humanitäre Hilfe. Im Oktober 2021 meldeten einige Gebiete an der Küste und im Südosten Kenias die schlechtesten Niederschlagsmengen seit 1981. Die sich verschlimmernde Dürre in Kenia hat die Ernteproduktion erheblich beeinträchtigt. Über eine halbe Million Kinder unter fünf Jahren benötigen sind akut unterernährt und benötigen eine Behandlung. Die Wasserquellen für die Menschen und ihr Vieh sind versiegt. Die Familien sind gezwungen, lange Strecken zu Fuß zurückzulegen, um an Wasser zu kommen. Das führt zu Spannungen zwischen den Gemeinden und zu vermehrten Konflikten. Vor allem die Existenzen von Viehhirt*innen sind bedroht. In den Regionen Kajiado, Tana River and Marsabit sind viele Tiere bereits gestorben, die verbleibenden Herden sind in schlechtem gesundheitlichem Zustand.

Äthiopien:

2016 erlebte der Osten Äthiopiens die größte Dürrekatastrophe seit 40 Jahren. Zehn Millionen Menschen waren von extremem Hunger bedroht, viele haben ihr Leben verloren. Viele Teile des Landes haben sich bis heute nicht davon erholt. Neben weiteren Krisen hat geringer Niederschlag in den letzten Jahren hat weiter dazu geführt, dass in vielen Regionen des Landes teils katastrophale Notstände herrschten. Die Langzeitschäden der immer wiederkehrenden Dürre trifft vor allem Viehhalter*innen und Landwirt*innen. Rund sechs Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.  

Ein Kind holt Wasser mit einem Kanister und geht durch eine ausgetrocknete Landschaft. Hungerkrise in Ostafrika

Welthungerhilfe stellt 500.000 Euro Nothilfe bereit.

Somalia/Somaliland:

Im November 2021 hat die Regierung von Somalia den Notstand ausgerufen. Laut OCHA hatten über zwei Millionen Menschen, etwa ein Fünftel der Bevölkerung, viel zu wenig Wasser zur Verfügung. FAO in Somalia sprach von einer „extrem besorgniserregenden“ Lage. Auch Somaliland ist von Dürre betroffen. Landwirt*innen konnten aufgrund der Trockenheit nicht aussäen. Der Viehhandel leidet extrem. Je nach Region seien circa 50-90 Prozent des Viehbestandes gestorben, die übrigen Tiere aufgrund ihres schlechten Zustands kaum zu verkaufen.

So hilft die Welthungerhilfe vor Ort
Vor einer trockenen Landschaft in Äthiopien sitzt eine Nomadin, die Wasser in einen Kanister füllt.
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Bitte beachten Sie unseren Mindestspendenbetrag von 5 Euro.

Häufige Fragen zur Dürre in Ostafrika

Was verursacht Dürre in Afrika?

Wenn dringend notwendige Regenzeiten ausbleiben oder viel zu gering ausgefallen, kommt es zu Dürren. Der Wassermangel kann zu Bodenerosion bis hin zu Desertifikation führen. Ein wesentlicher Grund für anhaltende Bodentrockenheit ist der menschengemachte Klimawandel. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Dürre.

Warum ist das Horn von Afrika immer wieder von Hungerkrisen betroffen?

Die Region erlebt immer wieder Extremwetter wie Dürren und Überschwemmungen. Die Böden sind viel zu trocken, um Getreide oder Gemüse anzubauen. Für die kleinbäuerlichen Familien bedeutet das: Keine Ernte und nicht genügend zu essen. Ohne Futter und Wasser sterben die Tiere der Hirtenfamilien. Zudem steigen die Preise für Grundnahrungsmittel enorm an. Viele Menschen können es sich nicht mehr leisten, Lebensmittel auf den Märkten zu kaufen und müssen hungern. Nach der Heuschreckenplage des letzten Jahres und in Folge der Corona-Pandemie haben die Menschen keinerlei Reserven mehr, um der Dürre etwas entgegenzusetzen. Auch Armut, Kriege und bewaffnete Konflikte sind Hungertreiber. Jahrzehntelange Ausbeutung durch Industrienationen macht es vielen afrikanischen Ländern schwer, sich aus der Armutsfalle zu befreien. 

Wie kann das Vorkommen von Dürre in Afrika verringert werden?

Viele Extremwetterereignisse wie Dürren sind auf den Klimawandel zurückzuführen, oder werden durch den Klimawandel häufiger und heftiger. Die Eindämmung der Klimakrise ist daher also ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Hungers. Dafür sind politische Lösungen erforderlich. Doch auch im Kleinen kann jede*r kann mit einer nachhaltigen Lebensweise einen Beitrag leisten und helfen, den Klimawandel zu verlangsamen.  Prävention ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um Katastrophen wie beispielsweise Ernteausfälle abzumildern. Die Welthungerhilfe nutzt verschiedene Instrumente und Maßnahmen, um humanitäre Hilfe zu leisten, bevor Katastrophen eintreten. Durch Frühwarnsysteme mit einem vorhersagebasierten Risikomanagement können betroffene Menschen im Falle einer absehbaren Dürre frühzeitig handeln und Maßnahmen zur Ernährungssicherung einleiten. Solche Maßnahmen sind für die am schlimmsten betroffenen Bevölkerungsgruppen überlebenswichtig.

Welche Folgen hat die Dürre?

Anhaltende Dürren rauben Millionen Menschen die Lebensgrundlage. Ernten fallen aus, Vorräte sind vielerorts schnell verbraucht. Ernteeinbußen stürzen die Menschen gleich doppelt ins Elend. Auf der einen Seite können Familien nicht mehr von den eigenen Erzeugnissen leben, auf der anderen Seite schießen Lebensmittelpreise aufgrund der Knappheit in die Höhe. Menschen, die in Armut leben, können diese Preise nicht bezahlen und müssen Hunger leiden. Wasserknappheit verschärft außerdem das Potenzial für Unruhen und Kämpfe um das knappe Gut, vor allem in politisch instabilen Ländern. Konflikte und prekäre Lebenssituationen führen dazu, dass Menschen in andere Regionen oder Länder fliehen müssen. 

Geprüft und ausgezeichnet

Die Welthungerhilfe steht für Transparenz und Qualität, für sparsamen und zielgerichteten Einsatz der Spenden und verifizierte Informationen. Aus diesem Grund hat uns das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel ausgezeichnet. 

Auch darüber hinaus legen wir größten Wert auf Wirtschaftlichkeit und Transparenz. So zeigt unser Jahresbericht detailliert, wofür sämtliche Spendengelder eingesetzt werden und vermittelt einen direkten Einblick in unsere Arbeit.  Im Rahmen der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ legen wir weitere Informationen offen, wie unsere vollständige Satzung, die Namen und Funktionen wesentlicher Entscheidungsträger, unsere Personalstruktur und vieles mehr.

Wir setzen Ihre Spende gezielt und mit großer Verantwortung ein. Sollten wir für ein Projekt mehr Spenden als benötigt erhalten, werden andere Projekte der Welthungerhilfe gefördert, die einer Finanzierung bedürfen.

Transparenz & Qualität

Die Welthungerhilfe legt größten Wert auf einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit den uns anvertrauten Mitteln. Dafür erhalten wir jährlich das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).
Lesen Sie hier mehr zum Thema Transparenz und Qualität.

Infografik: Kuchendiagramm mit Aufteilung der Aufwendungen in 2020.
Die Aufwendungen der Welthungerhilfe im Jahr 2020. © Welthungerhilfe

Fragen und Antworten rund um Ihre Spende für Ostafrika

Wie kann ich am einfachsten für Ostafrika spenden?

Nutzen Sie ganz einfach unser Formular für Online-Spenden. Oder rufen Sie unseren Spenderservice unter der Telefonnummer +49 228-2288-162 an und erteilen Sie der Welthungerhilfe telefonisch eine Einzugsermächtigung über die Abbuchung einer einmaligen oder dauerhaften Spende. Entdecken Sie auch unsere weiteren Spendenmöglichkeiten.

Bekomme ich eine Spendenbescheinigung?

Sie erhalten eine Spendenbescheinigung als Jahreszuwendungsbestätigung zu Beginn des Folgejahres. Auf Anfrage erhalten Sie die Spendenbescheinigung auch früher.

Welche Zahlungsmittel stehen zur Verfügung?

Nutzen Sie für Ihre Spende auf unser Spendenkonto ganz unkompliziert das SEPA-Lastschriftverfahren, Ihre Kreditkarte, Paypal, Sofortzahlung oder paydirekt.

Kommt meine Spende auch wirklich an?

Ja, wenn Sie im Spendenformular den Zweck "Nothilfe Ostafrika" wählen, wird Ihre Spende für die Projektarbeit in der Region eingesetzt. Unter anderem können Sie sich im Jahresbericht darüber informieren, was mit den Spenden passiert. Außerdem können Sie bei uns den Weg einer Spende nachvollziehen.

Wie kann ich als Unternehmen helfen?

Auch als Unternehmen können Sie die Welthungerhilfe unterstützen und soziales Engagement zeigen. Spenden Sie beispielsweise, anstatt zu schenken - zu Weihnachten, zum Mitarbeiterfest oder -jubiläum: Sie überweisen die Spenden, die auf dem Spendenkonto eingehen, ganz einfach im Namen Ihrer Angestellten, Kolleg*innen oder Kund*innen, die sich wiederum über eine Geschenkkarte freuen dürfen.

Ihre AnsprechpartnerInnen
Bankverbindung

Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Sparkasse KölnBonn
IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15
BIC COLSDE33

DZI Spendensiegel

Das DZI Spenden-Siegel bescheinigt der Welthungerhilfe seit 1992 den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit den ihr anvertrauten Mitteln.

Die Welthungerhilfe ist beim Finanzamt als gemeinnützige Organisation anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE812801234.