05.11.2015 | Blog

Der Klimawandel und seine Folgen

Vermehrt wetterbedingte Katastrophen, Erderwärmung und veränderte Ökosystemen - alles Folgen des Klimawandels. Was wird passieren, wenn wir so weitermachen wie bisher?

Pakistan Ausheben von Fischteichen Pakistan scooping fish ponds
Traumbild: Der Bauer und Fischzuechter Khuda Bukhsh hat durch die Flut vieles verloren. Derzeit bekommt er mit Hilfe der Welthungerhilfe einen neuen Fischteich © Welthungerhilfe

Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam voran. In den vergangenen 30 Jahren traten wetterbedingte Katastrophen dreimal so häufig auf wie zuvor. Die Folgen sind vor allem für die Menschen in Entwicklungsländern verheerend, denn sie verlieren nicht nur ihr Hab und Gut; zumeist verschlechtert sich auch ihre Ernährungslage.

Der Klimawandel ist längst da: Wissenschaftler schätzen, dass 2015 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen wird – und dies ist erst der Anfang. Mit Hilfe von Computersimulationen können bereits heute die Auswirkungen der Erderwärmung auf das Klima abgeschätzt werden. Die heutige, globale Erwärmung von 0,8°C im Temperaturmittel könnte bis 2100 um 4°C und mehr ansteigen – mit fatalen Folgen. Zum Vergleich: Das entspräche dem Temperaturunterschied von der letzten Eiszeit zu heute.

Ursache für den Klimawandel ist der menschengemachte Treibhauseffekt: Trotz einer Vielzahl von Maßnahmen zum Klimaschutz geht der CO₂-Ausstoß nicht zurück. Die Erde erwärmt sich durch die höhere Konzentration der Treibhausgase, was zu mehr Wasserdampf in der Atmosphäre führt. Dies bringt weitere Klimafolgen mit sich: Massive Niederschläge und stärkere Extrem-Wetterereignisse.

Doch es gibt große, regionale Unterschiede: Der Regen fällt in erster Linie in hohen geographischen Breiten und Teilen der Tropen, während die Subtropen noch stärker unter Trockenheit leiden. Die Kluft zwischen feuchten und trockenen Klimata auf der Erde vergrößert sich, Ökosysteme geraten aus den Fugen.

Niederschläge und steigender Meeresspiegel 

Die ersten Folgen des Klimawandels erleben wir bereits jetzt: 

Diese Veränderungen werden seit 1950 beobachtet und sie treten immer häufiger auf. Was wird passieren, wenn die Auswirkungen des Klimawandels noch weiter zunehmen? Wen werden sie betreffen? Wie verändert sich das Leben – unseres und das der Menschen, die in den ärmsten Ländern der Welt leben?

Klimawandel-Folgen treffen Menschen in Entwicklungsländern besonders hart 

In einigen Teilen Asiens und Afrikas haben Dürren in Häufigkeit und Intensität in den letzten Jahrzehnten bereits zugenommen. Warum die armen Länder so anfällig für die Folgen der globalen Erwärmung sind, erklärt sich durch deren geographische Lage, aber auch durch ihre Verletzbarkeit und begrenzten Möglichkeiten zur Anpassung. 90 Prozent aller Menschen, die zwischen 1970 und 2008 durch Extremwetter getötet wurden, lebten in einem Entwicklungsland. Sie sind den Wetterkapriolen viel stärker ausgeliefert als wir, es gibt kaum Schutzmöglichkeiten und Rettungsarbeiten laufen - wenn überhaupt - meist schleppend. 

Viele Entwicklungsländer sind stark landwirtschaftlich geprägt. Klimatische Veränderungen wirken sich direkt auf Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen, die landwirtschaftliche Produktivität und die Qualität der Nahrungsmittel aus.

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Letzte Aktualisierung 26.03.2018

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